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Leserartikel Daniela Schmierer, 11.08.2015 17:30

Windischgarsten. Während andere Mädls gerade anfangen Jungs nachzulaufen, hat Lilly Messner ihre Liebe bereits gefunden. Die 13-Jährigen hegt nämlich eine ganz besondere Beziehung. Die Beziehung zu ihrem Pony Heidewinde“s Wesely, mit dem sie vor Kurzem den Landesmeister-Titel gefeiert hat. 

Begeisterung bei Reiten ist der jungen Dame wahrlich ins Gesicht geschrieben.
  1 / 3   Begeisterung bei Reiten ist der jungen Dame wahrlich ins Gesicht geschrieben.

Die Augen von Lilly glänzen,  wenn sie von ihren Ponys spricht. Sechs Tage die Woche sitzt die 13-Jährige am Pferd. „Von Montag bis Freitag trainiere ich meine beiden Ponys und am Wochenende fahren wir auf Turniere“, sagt  sie ganz selbstverständlich. Ja, sie besitzt zwei Schützlinge. „Wesely, 16 Jahre, ist schon erfahren, der hat mir das Turnierreiten gelernt. Wir sind ein eingespieltes Team. Der Helios ist mein Nachwuchs-hengst, um Wesely früher oder später entlassen zu können. Mit ihm muss ich noch viel arbeiten“, erklärt Lilly. Das große Vorbild der jungen Dame ist natürlich Victoria Max-Theurer. Ihr großes Ziel: nächstes Jahr bei der Euro mitzureiten.

„Ohne Mama geht“s nicht“Der Ehrgeiz gehe von Lilly aus, meint die Mama. „Ich überprüfe immer wieder ,ob es ihr wirklich noch Spaß macht. Und unser Deal ist, die Schule nicht zu vernachlässigen und die Matura zu machen. Ich bin der Meinung, mit den Pferden lernt sie auch persönliche Werte wie Respekt, Disziplin und Verantwortung übernehmen, die für ihr Leben wichtig sind.“ Die Eltern investieren nicht nur enorm viel Zeit, sondern stellen auch finanziell die eigenen Wünsche hintan. „Wenn Lilly vom Turnierplatz reitet und über beide Ohren strahlt, obwohl sie nicht gewonnen hat, weiß ich, dass Reiten das ist, was ihr Spaß macht“, sagt Mama Simone, die selbst nie im Leben aufs Pferd steigen würde.Auch auf Turniere fährt Lilly nur mit ihren Liebsten. „Die geben mir Sicherheit“, sagt sie. Immer mit dabei: Mama Simone, Trainerin Elisabeth Lippert, Freundin Bibi, Petra Langhauser (mentale Stütze) und Papa.

Mit knapp 1,40 Meter ist sie die Große am PferdLilly Messner reitet in der Dressurklasse LM. Auf Meisterschaften ist sie meistens die Jüngste in ihrer Klasse und auf Turnieren tritt sie oft gegen Erwachsene an. Hoch zu Ross auf ihrem Wesely scheint sie sich nicht einschüchtern zu lassen und sammelt Medaille für Medaille. Kürzlich holte sich das Paar den Oö. Landesmeistertitel in der Jugend. Und am Wochenende dazu Gold bei der Ponylandesmeisterschaft in Steyr.

Vom Pferd fallen – abputzen und weiterreitenFünf Jahre alt war das kleine Reittalent, als es das erste Mal auf dem Pferd saß und seit dem nicht mehr runter zu holen ist. Die erste Longenstunde nahm sie bereis bei ihrer heutigen Trainerin   Elisabeth Lippert. „Lilly ist sehr ehrgeizig und talentiert. Bei ihr und dem Pferd stimmt einfach das Gesamtpacket“, erklärt Lippert den Erfolg ihrer Schülerin.

Mit neun Jahren, dritte Klasse Volksschule, startete sie beim ersten Turnier. Natürlich gab es in ihrer jungen Karriere nicht immer nur Höhenflüge. Einige Male hat sie ihr vierbeiniger Freund schon abgeworfen und den einen oder anderen Misserfolg wegstecken müssen. „Fehler muss man machen, daraus lernt man“, weiß Lilly.


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