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Raimund Baumschlagers zweiter Einsatz im E-Boliden wird auf Schotter eine Herausforderung

Susanne Winter, MA, 04.11.2021 17:07

ROSENAU AM HENGSTPASS. Zu einer besonderen Herausforderung für den Rosenauer Rallyefahrer Raimund Baumschlager wird die Teilnahme bei der Rallye W4 im Waldviertel (Niederösterreich), denn er fährt mit seinem E-Fahrzeug 85 Prozent der 114 Sonderprüfungskilometer auf Schotter.

Der Škoda Kreisel RE-X1 bei der Rallye Weiz 2021 (Foto: Harald Illmer)
Der Škoda Kreisel RE-X1 bei der Rallye Weiz 2021 (Foto: Harald Illmer)

Der Škoda Kreisel RE-X1, der erste vollelektrische Rallyebolide, der sich dem direkten Vergleich mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren stellt, steht am kommenden Samstag, 6. November, ein zweites Mal im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaft am Start. Vier Monate nach der mehr als gelungenen Premiere bei der Rallye Weiz, die mit einem sensationellen und viel beachteten dritten Platz zu Ende ging, pilotiert Rekordstaatsmeister Raimund Baumschlager den RE-X1 nun bei der Rallye W4. Wurde in der Steiermark noch auf Asphalt gefahren, werden im Waldviertel gleich 85 Prozent der 114 Sonderprüfungskilometer auf Schotter ausgetragen. Eine neue, spezielle Herausforderung für den Rosenauer und sein Konzeptfahrzeug, das im Rallye-Einsatz über 260KW Leistung verfügt.

Ziel ganz vorne mitzufahren

Der letzte Test von Raimund Baumschlager mit dem RE-X1 auf losem Untergrund liegt schon fünf Monate zurück, zudem ist das Fahren eines vollelektrischen Rallyeboliden auf Schotter eine ganz spezielle Herausforderung, wie der Routinier erklärt: „Bei einem E-Boliden fehlt im Gegensatz zu einem konventionellen Fahrzeug die starre Verbindung zwischen Vorder- und Hinterachse. Wir haben dagegen zwei getrennte Antriebseinheiten und das beeinflusst die Fahrbarkeit auf Schotter noch mehr als auf festem Terrain. Unser Ziel ist es aber, auch auf losem Untergrund, das zu schaffen, was uns auf Asphalt schon so großartig gelungen ist, nämlich ganz vorne mitzufahren. Dazu ist aber noch einige Arbeit, unter anderem auch beim Abstimmen der Software, nötig und jeder Kilometer unter Wettbewerbsbedingungen Goldes wert. Die Platzierung ist auch bei unserem zweiten ORM Start sekundär, im Vordergrund steht, das Projekt weiterzuentwickeln.“

Vorfreude ist riesengroß

Die lange Rennpause ist für Baumschlager, der auch bei der Rallye W4 mit Co Pilot Jürgen Heigl an den Start geht, kein Problem, die Vorfreude auf den Kampf gegen die Stoppuhr und die Konkurrenz von 63 teilnehmenden Teams dagegen riesengroß: „Die Wetterprognose ist gut und ich hoffe, dass viele Fans ins Waldviertel kommen. Das wäre nicht zuletzt auch dem Veranstalter zu gönnen, denn es ist in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit, eine Rallye dieser Größenordnung zu organisieren.“


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