Olympia: Mollner Snowboarder fliegt am Slopestyle-Finale vorbei
MOLLN/PEKING. Der Mollner Clemens Millauer brachte in der olympischen Slopestyle-Qualifikation keinen seiner beiden Runs fehlerfrei ins Ziel und verpasste das Finale der Top-12 als 27. deutlich.

„Im Training davor ist es echt gut gelaufen, sowohl bei den Rails und auch bei den Kickern. Und vor allem habe ich den Run wirklich gefühlt, etwas das ich unbedingt brauche“, erzählt Olympia-Teilnehmer Clemens Millauer im ÖOC-Interview. Im ersten Durchlauf wurde Millauer die Sharkfin, ein Feature im Olympia-Setup, zum Verhängnis. „Oft sind es Kleinigkeiten und man liegt schon da“, sagt der Snowboarder. Im zweiten und alles entscheidenden Run war der Respekt am dritten Rail zu groß, erst recht als der Gegenwind die Geschwindigkeit des 27 drosselte und er fürchtete ins Flache abzustürzen. Vier Meter tief. „Ich bin schon nervös draufgesprungen und dann habe ich statt einem 450er nur eine Dreivierteldrehung gemacht, dadurch musste ich improvisieren“, war Millauer in der Situation seinen Run komplett umzustellen. In der Hoffnung, dass „mir noch ein Wunderlauf gelingt.“
Größere Chancen im Big Air
Daraus wurde nichts, deshalb ist Millauer im Finale nur Zuschauer. Und freut sich auf den Locationwechsel, denn für den Big Air, seine zweite Olympia-Chance, geht es nach Peking. Der sollte etwas leichter von der Hand gehen, hofft Millauer. „Man kann sich auf einen Trick konzentrieren und versuchen, den bis zur Perfektion zu landen.“ Welcher Trick es wird, steht bereits fest: ein Switch Back 16 mit einer Grab-Variation, die sonst kein anderer Freestyler macht. „Damit möchte ich mich von allen anderen 16ern abheben“, hofft Millauer auf eine Wiederholung vom Weltcup in Steamboat. Da wurde er mit diesem Trick Zweiter.


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