Nußbach ist die viertbeste Hallen-Faustballmannschaft Europas
KIRCHDORF AN DER KREMS/NUSSBACH. Die Nußbacher Faustballerinnen holten beim Champions Cup ohne ihre Kapitänin den vierten Rang. Beim Aufeinandertreffen der besten Frauen-Teams Europas schrammten die Gastgeberinnen an einer Medaille vorbei. Doch auch wenn es aus sportlicher Sicht nicht nach Wunsch verlaufen ist, sind die Organisatoren zufrieden mit der Veranstaltung und der Zuschauerkulisse. Rund 500 Fans waren am Finaltag in der Stadthalle Kirchdorf live dabei.

Der EFA 2023 Fistball Women's Champions Cup 2023 - presented by Raiffeisen Region Kirchdorf startete für die Kremstalerinnen mit dem Halbfinale gegen die Schweizer Meisterinnen SVD Diepoldsau-Schmitter. Die Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach stand gleich von Beginn an vor einer ungewohnten Aufgabe, denn sie musste berufsbedingt auf ihre Kapitänin Marlene Hieslmair verzichten. Doch am Samstag lieferten sie sich mit den Eidgenossinnen über lange Strecken ein Duell auf Augenhöhe. In den entscheidenden Phasen des Spiels agierten die Schweizerinnen allerdings etwas effektiver und abgebrühter. Mit einem 2:4 sicherten sie sich den Sieg und somit den Finaleinzug.
Stolz auf die Mannschaftsleistung
„Wir haben in dem Match richtig gut gekämpft und gezeigt, dass wir mit der europäischen Spitze absolut mithalten können. Am Ende haben ein paar wenige Bälle entschieden, bei denen Diepoldsau schlauer gespielt hat und in den richtigen Momenten gepunktet hat. Aber ich bin stolz auf die Mannschaftsleistung, die mein Team gezeigt hat“, analysiert Coach Marco Salzberger das Semifinalspiel.
Verpatztes Bronzemedaillenspiel
Somit hießen die Gegnerinnen für das Bronzemedaillenspiel TV Jahn Schneverdingen, niemand geringerer als die Deutschen Meisterinnen. Die Nußbacherinnen starteten wie aus der Pistole geschossen und gingen schnell im ersten Satz mit 5:1 in Führung. Doch dann riss der Faden und Schneverdingen kam heran. Ein offener Schlagabtausch um den ersten Satzgewinn entwickelte sich, mit dem besseren Ende für die Gäste. Darauf folgte ein Satz, den Nußbach komplett verschlief. Doch das Team kämpfte sich wieder zurück ins Spiel und bäumte sich im dritten Satz nochmal auf. Als dieser dann auch noch in der Verlängerung verloren ging, war Nußbach gebrochen. Ein Spiel mit vielen Auf und Abs endete mit einem weiteren Satzgewinn und somit einem 4:0 für den TV Jahn Schneverdingen.
„Es war wie verhext“
„Es war heute wie verhext, wir konnten ihnen unser Spiel immer nur phasenweise aufzwingen und nicht über die Dauer des Spiels mithalten. Die Erwartungen bei einem so tollen Heimevent waren natürlich sehr groß. Einige der Spielerinnen waren auch direkt in der Organisation beteiligt. Vielleicht ist das am Ende neben dem großen Druck auch zum Stolperstein geworden. Wir möchten uns aber trotzdem bei unseren Fans bedanken, die so zahlreich erschienen sind und uns angefeuert haben – die Kulisse war echt der Wahnsinn“, meint Angreiferin Ines Maringer.
Gelungene Veranstaltung
Obwohl die Enttäuschung über die Platzierung sehr groß ist, gibt es einen Grund zu feiern für die Union Nußbach. Denn das Event an sich war mehr als gelungen. Rund 500 Fans feuerten die Teams in der Stadthalle an, die Spielerinnen hingegen lieferten Faustball auf Top-Niveau und zeigten viele sehenswerte Ballwechsel. „Ich bin extrem stolz darauf, was unser OK-Team, aber auch jeder einzelne Helfer geleistet hat. Alle gemeinsam haben wir ein tolles Event auf die Beine gestellt und einmal mehr gezeigt, wie attraktiv der Faustballsport ist“, lobt OK-Chef Marco Salzberger sein Team.
Endstand
1. TSV Dennach (Titel zum 8. Mal gewonnen)
2. SVD Diepoldsau-Schmitter
3. TV Jahn Schneverdingen
4. Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach


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