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NUSSBACH/SEEKIRCHEN. Erstmals in der Vereinsgeschichte spielt Nußbachs Faustball Frauen Bundesliga-Team mit einer Legionärin. Der Ausfall der beiden Angreiferinnen Marlene Hieslmair und Ines Salzberger stellte Coach Marco Salzberger vor eine Aufgabe. Doch mit Pia Neuefeind, der deutschen Welt- und Europameisterin (2016 und 2017), wurde eine schlagkräftige Angreiferin verpflichtet. Gemeinsam mit Veronika Trinkl, die aus dem eigenen Nachwuchs kommt, übernimmt sie die Verantwortung im Angriff.

Pia Neuefeind beim Angriff (Foto: Ines Weber)
  1 / 2   Pia Neuefeind beim Angriff (Foto: Ines Weber)

Am Samstag traf die Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach auf die beiden Salzburger Teams in der Bundesliga. Den Auftakt machten die Kremstalerinnen gegen St. Veit im Pongau, die ebenfalls personell verändert in die Saison gehen. Die frisch gebackene Vize-Europameisterin Teresa Pichler ist vom FBC LINZ AG Urfahr zu ihrem Heimatverein zurückgewechselt. Doch die Kremstalerinnen legen wie aus der Pistole geschossen los und siegen im ersten Satz klar. Im zweiten Satz stellen die Salzburgerinnen dann ihre Aufstellung um, nutzen ihre Chancen perfekt und können den Satzausgleich herstellen. Das war der Weckruf für das Team von Coach Salzberger und sie bäumen sich auf, erkämpfen sich den 3:1 Sieg und holen die ersten Punkte der Saison.

Das zweite Match beginnt wie das erste, Nußbach zieht im ersten Satz davon und geht in Führung. Doch dann entwickelt sich ein wahrer Nervenkrimi und die Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe. Drei Sätze wurden erst in der Verlängerung entschieden. Die Seekirchner Mannschaft rund um die brasilianische Hauptangreiferin Sabine Süffert hielt gegen Nussbach absolut dagegen. Beide Teams zeigten auch immer wieder sehenswerte Abwehraktionen und Faustball auf höchstem Niveau. Bis zum Ende des Spiels konnte kein klarer Favorit ausgemacht werden. Doch am Ende setzte sich das Team rund um Neuefeind durch und zeigt, dass sie bereits in Runde eins gut abgestimmt sind und gegen die Top-Teams in der Liga mithalten können.

„Wir hatten heute eine tolle Stimmung am Platz. Zu Beginn der Woche wussten wir noch nicht, mit welcher Formation wir am Platz stehen werden. Am Ende hat alles super geklappt und wir haben vor allem in dem heiß umkämpften Match gegen Seekirchen alles reingeworfen. Echt super, dass wir mit vier Punkten loslegen konnten“, analysiert Neo-Kapitänin Katharina Lackinger.

Deutsche Welt- und Europameisterin für Nußbach

Für Neuefeind gab es in ihrer Faustball-Karriere bereits mehrere Stationen. Die 25-Jährige stammt ursprünglich aus Ahlhorn, einer deutschen Faustball-Hochburg. Dort begann auch ihre Faustball-Karriere und sie spielte bis zum Beginn ihres Studiums bei ihrem Heimatverein, dem Ahlhorner SV. Dann zog es sie studienbedingt nach Süddeutschland und dort spielte sie bei TV Unterhaugstett (Nähe Stuttgart). Bis sie nach der deutschen Meisterschaft im Juli zum deutschen Serienmeister und amtierenden Champions Cup Sieger, dem TSV Dennach, wechselte. In Dennach hat sie auch ihren Lebensmittelpunkt und wohnt in der 700-Seelen-Gemeinde. Doch im Herbst ist die deutsche Meisterschaft bereits abgeschlossen und der Betrieb startet erst mit der Hallensaison wieder. Somit reist sie nach Nußbach fünfeinhalb Stunden mit dem Auto an. Praktische öffentliche Verbindungen gibt es nicht.


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