Headcoach Katharina Lackinger zur U18 Faustball-WM: "Am Ende wollen wir als Sieger am Treppchen stehen"
NUSSBACH. Mit Jonas Lugerbauer und Katharina Lackinger sind zwei Faustballer der Union Haidlmair Schwingenschuh Nußbach Teil der U18-Weltmeisterschaft in Chile. Während der 18-jährige Jonas Lugerbauer im Nationalteam der Männer WM-Premiere feiert, ist die 29-jährige Katharina Lackinger als siebenfache WM-Teilnehmerin als Headcoach des Frauenteams im Einsatz. Tips sprach mit den beiden Athleten über erste Male, die intensive Vorbereitungszeit und persönliche Ziele.

Ob er schon nervös ist? „Ich bin normalerweise nie nervös, aber wenn ich jetzt an unseren Abflugtag denke, bekomme ich Gänsehaut“, erzählt Jonas Lugerbauer im Tips-Gespräch. Der 18-jährige Nußbacher wird als Teil des österreichischen Faustball-Nationalteams von Donnerstag, 31. Oktober, bis Sonntag, 3. November, in Llanquihue (Chile) um den U18-Weltmeistertitel kämpfen. Seine Spielposition: Angreifer.
Für Lugerbauer ist es die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Trotzdem bringt er bereits viel Erfahrung mit: Seit 2012 steht er regelmäßig auf dem Spielfeld und nutzt diese Spielpraxis nun auch gezielt in der Vorbereitung: „Als einer der älteren und erfahrenen Spieler im Kader probiere ich, eine gewisse Ruhe auszustrahlen, um allen mehr Sicherheit zu geben. Außerdem versuche ich, meine Defensivleistung auf Top-Niveau zu bringen, um den Gegner zu zwingen, mehr Risiko bei seinen Schlägen zu nehmen“, erzählt der Nußbacher.
Starke Teamgemeinschaft
Als Schüler des Leistungssport-Borg in Linz wird es Jonas Lugerbauer „sehr leicht gemacht“, Training und Ausbildung zu vereinen, erzählt er. „Wir verbringen extra wenige Stunden in der Schule, um mehr Zeit für Trainings und Regenerationsphasen zu haben. Aber für alle Spieler des Kaders, die nicht diese Schule besuchen, ist es oft stressig“, so der Nußbacher. Das Teamdenken hat Jonas Lugerbauer in der intensiven WM-Vorbereitungszeit verinnerlicht. „Wir sind ein tolles Team mit einer starken Gemeinschaft. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und verstehen uns alle super“, erzählt der 18-Jährige weiter. Immerhin sei es auch eine große Ehre, für Österreich spielen zu dürfen: „Jeder gibt alles, um am Ende ganz oben zu stehen.“
Motivationsschub bevor die Spieler aufs Feld starten
Ein Ritual vor dem Spiel hat Jonas Lugerbauer persönlich keines, „aber wir besprechen vor dem Spiel immer gemeinsam den Plan für das Spiel und auch die Stärken und Schwächen des Gegners“, erzählt der 18-Jährige. Den Moment, kurz bevor die Spieler aufs Feld starten, nutzt auch Headcoach Katharina Lackinger für einen letzten Motivationsschub: „Bevor die Spielerinnen aufs Feld laufen, gibt es immer einen Kreis, in dem wir sie noch mal motivieren und den Mädels Selbstbewusstsein mitgeben“, erzählt sie. Die 29-jährige Sportwissenschaftlerin ist als Cheftrainerin des Damenteams in Chile im Einsatz. Als Spielerin nahm sie bereits an sieben Weltmeisterschaften teil, auf der Betreuerseite feiert auch sie WM-Premiere.
Von der Kaderfindung bis zum Coaching vor Ort
Bisher lag Katharina Lackingers Fokus auf der Kaderfindung und der Abstimmung des WM-Kaders sowie der Erarbeitung der Taktik. In Chile stehen dann rund um das Coaching die Aufstellung, Taktik, mögliche Wechsel und das Motivieren der Spielerinnen im Vordergrund. „Rund um die Spiele kommen dann natürlich noch andere Sachen dazu. Ich bin aber in allen Bereichen vom Betreuerteam rund um mich herum unterstützt. Die Letztentscheidungen liegen aber dann meistens in meinen Händen“, erzählt die 29-Jährige.
Die Goldmedaille vor Augen
„Wenn man so eine große Reise antritt, will man natürlich das Bestmögliche rausholen. Am Ende möchten wir als Sieger am Treppchen stehen. Wir haben einen starken Kader. Ich denke, da ist alles möglich. Ich erwarte mir spannende Spiele, eine richtig gute Stimmung und Faustball vom Feinsten“, zeigt sich Katharina Lackinger motiviert. Dem kann sich Jonas Lugerbauer nur anschließen: „Auch wir wollen natürlich unser Bestes geben und die Goldmedaille erobern. Aber auch die Konkurrenz ist stark und wir erwarten einen Schlagabtausch um den Sieg.“


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