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BEZIRK. Wetterkapriolen und die außergewöhnlichen Hitzeperioden setzten dem Wald im vergangenen Jahr zu. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ziehen eine durchwachsene Bilanz.

Forstarbeiter der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) pflanzten im Jahr 2015 knapp 800.000 Jungbäume in Oberösterreich. Foto: ÖBf/Johann Groder

„Die Hitzeperioden im Sommer, das Sturmtief „Niklas“ im Frühjahr und ungewöhnlich starker Schneebruch haben ihre Spuren in den Wäldern hinterlassen“, fasst Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, aus Leonstein zusammen.

Die extreme und andauernde Hitze beeinträchtigt das Baumwachstum und verursacht bei allen Baumarten Stress – sogenannten Trockenstress. Besonders junge Bäume sind davon betroffen, die mancherorts in der nächsten Saison ersatzweise wieder aufgeforstet werden müssen. Bereits im August konnte man ungewöhnlich frühen Laubfall als Folge der Trockenheit beobachten.

Schadholzanteil gestiegen

Der Schadholzanteil werde, laut ÖBf, nach mehr als vier Jahren erstmals wieder auf über 60 Prozent klettern. Die gesamte Holzerntemenge bleibe jedoch unverändert, das Schadholz werde in der laufenden Jahresernte untergebracht.

Borkenkäfer-Befall gering

Das Borkenkäfer-Aufkommen sei, laut ÖBf, gegenüber den Vorjahren zwar gestiegen. „Bezüglich Borkenkäfer-Holzanfall hatte der trockene Sommer im Nationalparkbetrieb Kalkalpen der Bundesforste bisher jedoch keine gravierenden Auswirkungen. Der Anfall borkenkäfergeschädigter Bäume war gering“, berichtet Nationalpark-Förster Bernhard Sulzbacher.

In Aufforstungen investiert

Über drei Millionen Jungbäume haben die Bundesforste 2015 in ganz Österreich gepflanzt, die meisten davon mit knapp 800.000 Bäumen in Oberösterreich. „Die extremen Witterungseinflüsse verlangen eine besonders sorgfältige Waldpflege“, erklärt ÖBf-Vorstandssprecher Freidhager und meint, „ein milder Winter mit wenig Niederschlag könnte die Situation für nächstes Jahr verschärfen.“


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