„Ohne Feuerwehr und Rotes Kreuz wäreKatastrophenschutz nicht mehr möglich“
KIRCHDORF. Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) besuchte die Freiwillige Feuerwehr Pettenbach und stand bei einem Sprechtag der Bevölkerung für Fragen bereit. Tips sprach mit ihm über seine Ziele und nächsten Schritte in punkto Feuerwehren und Katastrophenschutz.

In seiner Funktion als Sicherheitslandesrat des Landes Oberösterreich ist Elmar Podgorschek für die Bereiche Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz zuständig. Als Herausforderung sieht er die Umsetzung der Hochwasserprojekte. „Man muss Retentionsraum schaffen, wo sich das Wasser ausbreiten kann“, so Podgorschek. Im Bezirk Kirchdorf steht das Wartberger Rückhaltebecken am Anfang der Bauphase. „Auch im Bereich Lawinenschutz und Wildwasserverbauung gibt es noch etwas zu tun“, sagt Podgorschek. FPÖ-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordneter Michael Gruber fügt hinzu: „Speziell im Pyhrn-Priel- Gebiet und im Steyrtal muss man die Erneuerungen der Wildbachverbauung im Auge haben, um die Sicherheit in den Talschluchten zu gewährleisten.“
Feuerwehren gut aufgestellt
„Die Freiwilligenarbeit ist enorm wichtig. Ohne Feuerwehr und Rotes Kreuz wäre Katastrophenschutz nicht mehr möglich“, so Landesrat Podgorschek, der die Zukunft positiv sieht: „Österreich ist europaweit ein Vorbild. Wir haben ein funktionierendes Feuerwehrwesen und das soll auch in Zukunft so sein.“ Um den Nachwuchs der Feuerwehren zu gewährleisten, plädiert der Landesrat an die Gemeinden: „Es ist in ihrem eigenen Interesse, dass sie, wenn sie Bedienstete aufnehmen, vordringlich Personen aufnehmen, die sich auch bei der örtlichen Feuerwehr engagieren. Eine Gemeinde, die sich nicht darum kümmert, dass die eigene Feuerwehr funktioniert, handelt fast grob fahrlässig.“
Zusammenlegungen der Feuerwehren
Landesrat Podgorschek: „Fusionen müssen vor Ort entschieden werden. Jede Fusion bewirkt, dass es Verluste gibt. Es wird schon eine verstärkte Zusammenarbeit der Feuerwehren nötig sein, die jedoch nicht von oben herab verortnet wird.“
Bezirksparteiobmann Michael Gruber meint, die Feuerwehren im Bezirk seien „von der Dislozierung her sehr brauchbar aufgestellt. Das Entscheidende ist immer die nötige Ausstattung. Da haben wir sicher noch Maßnahmen zu setzen, dass die Einsatzbereitschaft erhöht wird. Der Bezirk Kirchdorf zeichnet sich dadurch aus, dass 32 aus der Feuerwehr-Jugend in den Aktivstand übernommen wurden. Zivildienst ist Grundlage für ein effektives Rettungswesen. In Zukunft sollen diese so zum Einsatz kommen, dass ein effizientes Rettungswesen aufrechterhalten werden kann.“ Gruberweiter: „Die Sicherheitslage ist nicht immer so wie es scheint, weil nicht immer alles angezeigt wird.“ Für eine effiziente Exekutive braucht es auch Strukturen, wie jetzt im Steyrtal das neue Polizeizentrum mit der Zusammenlegung von Grünburg und Molln. Ähnliches wird sich ergeben, dass wir moderne Einsatzzentren für die Exekutive haben und Standorte wo auch der Personalstand angehoben wird und auch dass die Posten ständig besetzt sind.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden