„Wir brauchen eine Perspektive für die Jugend“
KIRCHDORF. “Mit Herz dabei“ – ist das neue Jahresmotto der OÖVP. Tips sprach mit OÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Dörfel über aktuelle regionalpolitische Herausforderungen und seine Meinung dazu.

„Unser Jahresmotto ist ein Signal, dass unsere Leute motiviert weiterarbeiten, obwohl wir uns bei den Wahlen mehr erwartet hätten“, sagt OÖVP-Bezirksparteiobmann Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Steinbach/Steyr Christian Dörfel und verspricht, „wir machen weiter wie bisher und ziehen unser Programm durch.“
Unsicherheit beenden
Eines der aktuellen regionalpolitischen Themen ist die Skigebiets-erweiterung Höss-Wurzeralm, welche die ÖVP unterstützt. „Wir brauchen eine Perspektive für die Jugend, um im Tourismus weiterzumachen. Es muss eine klare Entscheidung her, damit diese Unsicherheit beendet wird. Eine Verbindung der Skigebiete würde den Nächtigungstourismus ankurbeln“, sagt Dörfel, der jedoch betont, „es gibt derzeit keine bevorzugte Variante. Es muss geprüft werden, was rechtlich machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.“ Auch in den Sommertourismus wird kräftig investiert. Eine generelle Öffnung der Forststraßen lehnt die OÖVP jedoch ab. „Basis ist die Vereinbarung mit den Grundeigentümern“, so Dörfel.
Enteignung wird abgelehnt
Bezüglich 110-kV-Ringleitung Almtal-Kremstal steht noch eine Entscheidung über die UVP-Pflicht des Vorhabens durch das Landesverwaltungsgericht aus. „Wir reden weiter, wenn alles rechtskräftig ist. Eine Enteignung im großen Stil lehnen wir ab“, stellt der OÖVP-Bezirksparteiobmann klar.
Geschäft mit den Flüchtlingen
Derzeit befinden sich im Bezirk Kirchdorf 510 Asylwerber in Grundversorgung, sieben davon sind asylberechtigt. Die Position der OÖVP ist „Schutz und Hilfe für all jene, die es brauchen – aber ein klares Nein zu Asylmissbrauch und der versteckten Einwanderung in das Sozialsystem.“ Weiters setzt sich die Volkspartei für eine Novellierung des Systems „Mindestsicherung“ ein. „Die Aufnahme von Flüchtlingen ist leider zu einem Geschäft geworden. Investoren kaufen Häuser und kassieren ab, während die Betreuung von Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen durchgeführt wird. Die Investoren müssen stärker in die Pflicht genommen werden und ich appelliere an sie, dass sie zumindest die Basisversorgung sicherstellen“, so Dörfel abschließend.


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