Weltspartag in der Sparkasse Kirchdorf: Menschen im Bezirk sind Sparefrohs
Umfragen deuten auf eine rückgängige Bedeutung des Weltspartags. In Kirchdorf gehen die Uhren anders: „Ab 8 Uhr früh war die Filiale knallvoll“, wundert sich Sparkassen-Direktor Eduard Göttel. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den letzten 20 Jahren so einen Andrang hatten.“

Dass die Zinsen bei herkömmlichen Sparbüchern zurzeit nicht üppig sind, ist bekannt. Gespart wird trotzdem – und zwar im Fall der Sparkasse Kirchdorf-Micheldorf-Schlierbach mehr denn je. Direktor Göttel hat eine Erklärung dafür: „Je unsicherer die Zeiten sind, desto mehr wird gespart.“ Entsprechend groß war der Andrang am Weltspartag.
Dividende schlägt Zinssatz
Damit sich das angelegte Geld tatsächlich vermehrt, rät Göttel allerdings zu längerfristigen Anlageformen. „Das Sparbuch ist bei uns zwar nach wie vor die Nummer eins. Wir empfehlen aber einen Aktienanteil sowie Versicherungs- und Fondssparen.“
Und wenn man das Geld für unvorhergesehene Ausgaben verfügbar halten muss? „Hierfür eignet sich ein Fondsplan. Wir bieten Varianten an, bei denen auf die Mittel auch kurzfristiger zugegriffen werden kann.“ Aktien-Investitionen machten unter Umständen bei Anlage-Zeiträumen ab fünf Jahren bereits Sinn. Top-Aktien locken mit Dividenden von drei bis fünf Prozent. Das kann ein Sparbuch nicht bieten.
Immobilien-Boom hält an
Einen Boom gibt es im Wohnbau und bei Immobilien – und das nun schon seit Jahren: „Bei Wohnbau-Kreditsätzen von 1,5 Prozent ist das nicht verwunderlich“, meint Göttel. „Der Bauindex ist höher als der Zinssatz.“ Bereits jetzt habe man das fürs Gesamtjahr angepeilte (Rekord-)Ziel in diesem Bereich erreicht.
Für die Sparkasse Kirchdorf bot der Weltspartag die Gelegenheit, den neu adaptierten Schalterbereich in der Filiale Micheldorf zu zeigen und bei Würstel und Getränken im Festzelt zu feiern. Damit wurden nun alle drei Filialen in der jüngeren Vergangenheit erneuert und umgebaut. Insgesamt zählt der Kirchdorfer Sparkassen-Direktor 8.000 Kunden und 5.000 Giro-Konten sowie Prämienmittel von 90 Mio. Euro.


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