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Es hat mehrere Anläufe gebraucht, nun steht der Bundespräsident fest. Kirchdorf liegt dabei im Bundestrend: Alexander Van der Bellen legte – mit einer Ausnahme – in allen Gemeinden zu.

Der Trend für Alexander van der Bellen ging seit der für ungültig erklärten Stichwahl nach oben. (Foto: vowe)

2016 brachte den längsten Wahlkampf der Zweiten Republik. Erstaunlich diszipliniert zeigten sich dabei die Wähler: Die Beteiligung stieg bei der Wiederholung gegenüber der ursprünglichen Stichwahl an – das ist alles andere als selbstverständlich.

Van der Bellen gewann in 22 Gemeinden dazu

Auch wenn Wahlsieger Van der Bellen als neutraler Kandidat antrat, freut sich die Grünen-Bezirkssprecherin Anita Kreilhuber: „Wir hoffen, mit unseren Aktivitäten ein wenig zum Gesamtsieg beigetragen zu haben. Van der Bellen hat in 22 der 23 Gemeinden des Bezirks zugelegt und nur in einer einzigen Gemeinde einen geringfügigen Verlust erlitten.“ Selbst in Gemeinden, in denen die FPÖ traditionell fest verankert sei, sei es zu deutlichen Stimmenzuwächsen gekommen.

Diesen Stimmenzuwächsen bei höherer Wahlbeteiligung ist das Plus Van der Bellens im Bezirk zu verdanken. „Unsere Stimmenanzahl haben wir gehalten, die Wahlbeteiligung ist jedoch angestiegen“, erklärt der FPÖ-Bezirksparteiobmann Michael Gruber.

„Zweigleisigkeiten innerhalb der ÖVP“

Stark beeinflusst seien das Bundes- wie auch das Bezirksergebnis von „Zweigleisigkeiten der ÖVP“. Was das nun wieder heißt? Gruber: „Während sich die SPÖ klar für Van der Bellen ausgesprochen hat, wurden in der ÖVP widersprüchliche Signale ausgesendet. Bürgermeister und Funktionäre haben oft durch die Blume Van der Bellen unterstützt.“ Auch seien in einem Nachbarbezirk Plakatständer zur Verfügung gestellt worden.

Positiv hebt Gruber „wesentliche Verbesserungen bei der Abwicklung in den Wahlbehörden“ hervor. Mitglieder von Wahlkommissionen sahen das zum Teil anders. Sie beklagten, dass die Regulierungswut, um Wahlanfechtung zu verhindern, diesmal die Arbeit erschwert hätten.


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