Naturschutz mit Augenmaß und Hausverstand
BEZIRK KIRCHDORF. Im Rahmen einer Pressekonferenz sprach ÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Dörfel über aktuelle regionalpolitische Herausforderungen im Bereich Naturschutz und Tourismus.

„Den Schwung, der derzeit in der Landespolitik herrscht, wollen wir auch im Bezirk nutzen“, ist der Landtagsabgeordnete Bürgermeister Christian Dörfel fest entschlossen und betonte: „Wir sehen unseren Bezirk Kirchdorf als Naturregion für Arbeit, Wirtschaft und Freizeit.“
„Tödliche Kombination“
Der ÖVP-Bezirksparteiobmann spricht sich für „Naturschutz mit Augenmaß und Hausverstand“ aus. „Das Rechtsgutachten zur Schischaukel hat weit über den Anlassfall hinausreichende Folgen: Naturschutzgebiet oder Alpenkonvention allein sind kein Problem, die Kombination ist aber ,tödlich', weil hier unveränderbare Fakten geschaffen werden. In Zukunft ist bei Unterschutzstellungen höchste Vorsicht geboten. Außerdem müssen die Gemeinden stärker einbezogen werden.“
„Vorsicht bei Unterschutzstellungen“
Den Wünschen der Naturschutzorganisationen und der EU, das bereits geschnürte Paket zu den Natura2000-Schutzflächen wieder aufzuschnüren, erteilt Christian Dörfel eine Absage: „Sie übersehen, dass Naturschutz nur im Einklang mit den Landwirten und Bewohnern des ländlichen Raums möglich ist. Der OÖ-Weg des Vertragsnaturschutzes ist erfolgreich und muss fortgesetzt werden. Daher ein klares Nein zum Zwang für weitere Natura2000-Flächen.“
Aus Fehlern lernen
Beim Thema 110-kV-Leitung gehe es darum, die Fehler in Zukunft zu vermeiden: „Es sind Hoffnungen geweckt worden, die nicht erfüllt werden konnten.“
Nationalpark nutzen
Die Region soll, laut Dörfel, in Zukunft noch größeren Nutzen aus dem Nationalpark ziehen und ihn als Chance für den Tourismus begreifen. „Überlegungen, den Nationalpark zu erweitern, stehen wir aber skeptisch gegenüber. Es ist letztlich eine Frage der Leistbarkeit, weil: Ohne Vertragsnaturschutz gibt es keine Erweiterung“, so der ÖVP-Bezirksparteiobmann.
Attraktivierung des Schigebiets
Seine Partei unterstütze weiterhin die erfolgreiche Umsetzung des Masterplans Pyhrn-Priel 2020, der den Ausbau des Ganzjahrestourismus (Nächtigungstourismus) zum Ziel hat. Einer von sechs Schwerpunkten ist die Attraktivierung des Schigebiets. „Nun heißt es das bestmögliche – auf Basis des Masterplans – für die Region zu erreichen: Eine Modernisierung der Wurzeralm sowie eine Erweiterung von Hinterstoder nach Vorderstoder“, meint Dörfel.
Den Zusammenschluss der Tourismusverbände begrüßt Dörfel. Positiv sieht er auch die Entwicklung des Radwegenetzes und betonte die Notwendigkeit eines schlüssigen Konzeptes für die ganze Region.


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30.05.2017 23:23
FUCHS!
Dörfel hat recht! Es müssen die Leute vor Ort entscheiden,ob sie Skigebiete, Schutzgebiete oder Stromleitungen möchten und wie sie das möchten! Ein Häuferl von Verhinderern mit den Beamten im Hintergrund dürfen nie mehr Gewicht haben als die Menschen vor Ort! Gerade die Natura2000 Debatte wird von den Mollner Verhinderungsquerulanten alla Mayr und Co in Brüssel entfacht mit unserem Steuergeld und zuhause wird dann brav auf Unweltschützer gespielt inkl Skiurlaub in Tirol! Pfui diesen Leuten!
21.04.2017 09:03
"Naturschutz" a' la Dörfel
"Naturschutz mit Augenmaß" findet für Herrn Dörfel anscheinend nur dort statt, wo es ihm grade passt, nicht dort wo Natur existiert, die zu schützen ist. Und zum Thema Natura 2000: es gibt kein bereits geschnürtes Paket. Herr Dörfel übersieht (wie üblich), daß es bei einem Vertrag ZWEI Vertragspartner gibt, und nur weil Österreich (oder "Fachleute" wie Herr Dörfel) meinen einen Vertrag erfüllt zu haben, heißt das noch lange nicht, dass das auch der andere Vertragspartner (die EU) so sieht. Leidergottes wird Österreich in Kürze die Gelegenheit erhalten vor Gericht (vor dem EUGH) zu erfahren , wie das Gericht das sieht. Aber das ist für Herrn Dörfel vermutlich egal, die Rechnung (Strafe) zahlt ja dann eh der Steuerzahler. Und bis dahin kann er ja mit dem fröhlichen EU-Bashing weitermachen, unseren Job (eine VOLLSTÄNDIGE Liste der Natura 2000 Gebiete zu erstellen) machen ja eh seit 20 Jahren "die in Brüssel", die dann von einem Herrn Dörfel dafür auch noch schlaue Ratschläge kriegen.
18.04.2017 19:41
Aus Fehlern lernen
Wenn Dörfel sagt, "Es" sind bei der geplanten 110-kV-Leitung Vorchdorf–Kirchdorf Hoffnungen geweckt worden, die nicht erfüllt "werden" konnten – wie soll man denn etwas daraus lernen, wenn er verschweigt, WER Hoffnungen (WELCHE?) geweckt hat und WER die nicht erfüllt hat? Bitte konkret werden!