„Jugend hat frische Ideen und Visionen für das Land“
BEZIRK KIRCHDORF. „Ned deppad!“ – so lautet der Titel der neuen Kampagne der Jungen ÖVP (JVP) Oberösterreich, denn ganz und gar „ned deppad“ ist die Arbeit der jungen Mitglieder in den rund 240 Ortsgruppen. Auch rund 700 junge Bürger aus dem Bezirk Kirchdorf sind in den zehn Ortsgruppen politisch aktiv und gestalten die Zukunft in ihrem Wohnort selbst aktiv mit.

„Die Jungen haben frische Ideen und Visionen für das Land“, betont die JVP-Landesobfrau Claudia Plakolm: „Sie wissen am besten, was sie brauchen, um in der Gemeinde zu bleiben und sich hier niederzulassen.“
Zehn JVP-Ortsgruppen im Bezirk Kirchdorf
Auch die Jugend im Bezirk Kirchdorf ist an Politik interessiert. Im Vorjahr wurden die JVP-Ortsgruppen Molln und Pettenbach – letztere kooperiert seit kurzem mit Inzersdorf – gegründet.
Populismus – für und wider
Eines der zahlreichen Themen der JVP ist der Populismus, den Landesobfrau Claudia Plakolm einerseits als Motivation, sich für Politik zu interessieren, sieht und andererseits betont, man müsse darauf achten, „wer damit nur die Probleme anspricht und keine Lösungen hat.“
Einheitliches Jugendschutzgesetz
Ein weiteres Anliegen ist der JVP ein einheitliches Gesetz für die Jugend. Das Jugendschutzgesetz fällt in die Kompetenz der Länder. Mit der Zeit haben sich unterschiedliche Regelungen betreffend Ausgehzeiten, Abgabe und den Konsum von Alkohol sowie Tabak herauskristallisiert. „Die jahrelange Forderung der JVP nach einem einheitlichen Jugendschutz haben wir wieder aufgegriffen, die Jugendlichen unterscheiden sich nicht von Bundesland zu Bundesland“, so Plakolm, die das oberösterreichische Modell als Vorbild sieht.
Schlechte Verbindung im Bergland
Die Junge ÖVP tritt für ein flächendeckendes schnelles Internet ein, um die Betriebe im Bezirk halten zu können und die Gemeinden für die Bürger attraktiv zu halten. Gerade in Bergregionen leide, laut Bezirksobmann und Landesobfrau-Stellvertreter Christoph Ebner aus Steinbach an der Steyr, oft die Verbindung.
Betriebe, Bürger und Tourismus fordern schnelles Internet
„Der Bezirk Kirchdorf hat eine gute Infrastruktur und viele Betriebe. Diese brauchen ein schnelles Internet, um am Weltmarkt und international mithalten zu können. Auch der Tourismus ist davon betroffen. Nur durch schnelles Internet werden kurzfristige Buchungen über Plattformen ermöglicht. Schnelles Internet wird auch in der Landwirtschaft immer wichtiger. Gerade jetzt nach der Reform der Landwirtschaftskammer mit der Zusammenlegung von Steyr und Kirchdorf, kann man Anträge online erledigen und muss nicht kilometerweit fahren,“ so Ebner.
Hoher Wert der Lehrberufe
„Man hört immer wieder vom Fachkräftemangel. Der Lehrberuf ist keine schlechte Ausbildung“, betont Ebner, der eine bessere Entschädigung für Lehrlinge fordert: „Mindestens 600 Euro im ersten Lehrjahr. Obwohl die Lehrlinge sehr viel im Betrieb leisten, werden sie nicht gerecht entlohnt. Gute Mitarbeiter bekommt man durch eine gute Ausbildung und gerechte Entlohnung.“
„Mit der Lehre macht man Karriere“
Unterstützt soll auch in Zukunft die Lehre mit Matura sein. „Wer eine Lehre mit Matura absolviert, hat die nötige Praxis und auch das theoretische Wissen. Die Personen können beides verbinden und sind am Arbeitsmarkt besonders gefragt. Mit dem richtigen Willen, kann man mit der Lehre viel erreichen. Mit der Lehre macht man Karriere!“, so Ebner und fügt hinzu: „Wenn man sich diesen Spruch als Lehrling vor Augen hält, dann kann man viel erreichen!“
Perspektiven für Landwirte
Landwirtschaft ist dem Bezirksobmann, der selbst hauptberuflich Landwirt ist, ein Herzensanliegen. Er fordert von der Politik mehr Perspektiven für die Bauern. „Die Entwicklung des ländlichen Raumes wird ohne die Landwirtschaft nicht funktionieren. Es muss sich auch auszahlen, Landwirt zu sein und das ist bei den derzeitigen Preisen nicht der Fall. Viele Betriebe stehen kurz vor der Schließung, weil der Betrieb unrentabel geworden ist. Investitionen sind eine schwierige Entscheidung“, berichtet Christoph Ebner und warnt gleichzeitig davor, durch zu viel schlechtes Reden die Jungbauern in den Verdruss zu schicken. „Einige wollen etwas riskieren und in die Landwirtschaft investieren, das ist auch gut so“, sagt Ebner.
„Wir müssen jetzt richtig handeln“
„Die Politik hat sich an die großen Länder orientiert. Viele Folgefehler sind passiert, die wir jetzt ausbaden müssen. Wir müssen jetzt richtig handeln und der Jugend eine Perspektive geben. Auch die Vertreter der Landwirtschaft müssen einmal auf den Tisch hauen und die Landwirte selbst müssen wieder aktiver werden und für ihre Produkte Werbung machen“, sagt der junge Landwirt.


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