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Lehre: Fachkräfte sind die Zukunft in der Wirtschaftsregion Kirchdorf

Leserartikel Carina Kerbl, BSc MSSc, 24.08.2017 12:19

BEZIRK KIRCHDORF. Die heutigen Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen, die unsere Lebensqualität in der Region und das Wirtschaftswachstum sicherstellen. Gleichzeitig wird die Lehre bei den Jugendlichen im Bezirk zunehmend beliebter.

Die Lehre hat enormes Zukunftspotenzial. Symbolfoto: E. Wodicka
Die Lehre hat enormes Zukunftspotenzial. Symbolfoto: E. Wodicka

Die Zukunft unseres Lebensraumes geht uns alle an. Daher ist es wichtig, die Ausrichtung unseres Wirtschaftsstandortes genau zu analysieren, denn mit der Wirtschaft ist auch unsere Lebensqualität verbunden. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die regionale Lebensqualität zu sichern. Dafür ist eine funktionierende Wirtschaft unverzichtbar. In einer solchen wiederum nimmt die Lehre einen wesentlichen Stellenwert ein.“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.

Eine Lehre in der Region stärkt den Wirtschaftsraum

Basis für die wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Region sind Fachkräfte. Die Lehre ist dafür ein richtiger Schritt auf dem Weg zur Fachkraft. In einem Wirtschaftsraum, in dem mehr als siebzig Prozent aller Arbeitsplätze von Handwerk, Gewerbe und Industrie bereitgestellt werden, hat dies noch zusätzliches Zukunftsgewicht. Es wurde in den letzten Jahren viel für das Image der Lehre in der Region getan und liegt deshalb bei Jugendlichen und deren Eltern im Trend: „Gemeinsam werden alle Anstrengungen unternommen, um die Lehre weiter top zu positionieren.“, so Aitzetmüller und fügt weiter hinzu: „Die Leistungen der zirka dreihundert Ausbildungsbetriebe für unseren Wirtschaftsstandort und damit für unsere Lebensqualität sind mit Höchstnoten zu bewerten. Diese sichern die Fachkräfte von morgen.“

Trotz Nachfrage bleiben Lehrstellen unbesetzt

Ungefähr sechshundert Jugendliche im Alter von 15 Jahren zählt der Bezirk Kirchdorf. Die Ausbildungsbetriebe benötigen etwa 300 bis 330 von ihnen. Dennoch bleiben dreißig bis vierzig Prozent der Lehrstellen unbesetzt. Obwohl laut Arbeitsmarktservice Kirchdorf per Ende Juli zwanzig Frauen und 27 Männer für eine Lehrstelle vorgemerkt waren und Unternehmen 25 offene Lehrstellen meldeten, erklärt Geschäftsstellenleiterin des AMS Kirchdorf Julia Bauer. Werden Jugendliche befragt, die eine Lehre absolvieren, so ist die Zufriedenheit mit dem ausgewählten Bildungsweg dennoch sehr hoch. Immerhin steht ihnen mit der Lehrlingsentschädigung ein erstes Einkommen zur Verfügung. Außerdem ist die Lehre sehr praxisorientiert, was bei den Jugendlichen ebenso auf Beliebtheit stößt.

Metalltechnik als Favorit

Dass die Lehre im Wirtschaftsraum im Trend liegt, bestätigen die aktuellen Zahlen: Die Zahl der Lehrlinge ist im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen. Aber die Anforderungen einer Lehre sind ebenfalls gestiegen und es braucht Engagement, Durchhaltevermögen und eine gewisse Begeisterung für den Lehrberuf von Seiten der Jugendlichen, um die Ausbildung zu bewältigen. Analysiert man schließlich alle Lehrberufe, setzt sich das Bild der letzten Jahre fort: Spitzenreiter mit 25 Prozent aller Lehrlinge ist die Metalltechnik. Ebenso beliebt ist aber neben dem Kunststoff- auch der Gastronomiebereich. Insgesamt werden im Schwerpunkt des Wirtschaftsraumes Bezirk Kirchdorf Handwerk, Gewerbe und Industrie 75 Prozent aller Lehrlinge ausgebildet.

Viele offene Lehrstellen beim AMS gemeldet

Laut Bauer sind aktuell im Bereich Metall 67 offene Lehrstellen bei ihnen gemeldet, im Kunststoffbereich neun und im Gastronomie- sowie Fremdenverkehrsbereich 29 offene Lehrstellen. „Es stimmt uns positiv, dass wir wieder mehr Lehrstellensuchende vorgemerkt haben, denn umso früher die Jugendlichen zu uns kommen, desto besser, umso intensiver können wir bei der Lehrstellensuche unterstützen.“, äußert sich die Geschäftsstellenleiterin.


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