Schülerzahlen: Anzahl der Schüler mit nicht deutscher Muttersprache auf 17,5 Prozent gestiegen
BEZIRK KIRCHDORF. Die Zahl der schulpflichtigen Kind ging in den letzten Jahren zwar zurück, aber die Anzahl an Schülern nicht deutscher Muttersprache nahm bei verschiedenen Schultypen weiter zu.

Bei einem Vergleich der letzten Jahre zeigte sich, dass die Zahl der Schüler nicht deutscher Muttersprache deutlich gestiegen ist. Verglichen wurden dabei die Schuljahre von 2011/2012 bis 2016/2017 im gesamten Bezirk Kirchdorf. Weiters wurden für den Vergleich die vier verschiedenen Schultypen Volksschule, Hauptschule bzw. Neue Mittelschule, die Sonderschule und Polytechnische Schule herangezogen.
Anzahl steigt stetig
Im Schuljahr 2011/2012 waren von insgesamt 4539 schulpflichtigen Kindern 4019 deutscher Muttersprache und 520 nicht deutscher Muttersprache. 383 der 520 Schüler gingen dabei in eine Volksschule und 133 der schulpflichtigen Kinder in eine Hauptschule oder in eine Neue Mittelschule. Danach nahm die Anzahl der insgesamt schulpflichtigen Kinder in den genannten Schultypen jedes Jahr ab und die Anzahl an Schülern nicht deutscher Muttersprache stieg jedes Jahr. Im Schuljahr 2012/2013 waren 3914 Kinder deutscher und 514 Kinder nicht deutscher Muttersprache und im Schuljahr 2014/2015 waren 3730 Schüler deutscher und bereits 563 Schüler nicht deutscher Muttersprache. Dieser Trend setzte sich auch die darauffolgenden Schuljahre weiter fort. 595 der schulpflichtigen Kinder aus dem Schuljahr 2015/2016 waren nicht deutscher und 3683 deutscher Muttersprache.
Im Schuljahr 2016/2017 bereits 642 Kinder nicht deutscher Muttersprache
Im letzten zum Vergleich herangezogenen Schuljahr 2016/2017 war die Entwicklung auch identisch: Von den Insgesamt 4314 Schülern waren 3672 der schulpflichtigen Kinder deutscher und bereits 642 nicht deutscher Muttersprache. In Prozent ausgedrückt heißt das, dass im Schuljahr 2011/2012 noch 87 Prozent der 4019 Schüler deutscher und nur 13 Prozent (520) nicht deutscher Muttersprache waren. Fünf Jahre später, im Schuljahr 2016/2017 waren von den 3672 schulpflichtigen Kindern bereits 17,5 Prozent nicht deutscher und nur noch lediglich 82,5 Prozent deutscher Muttersprache.
Handlungsbedarf
„Die Tatsache, dass zwar die Gesamtschülerzahl im Bezirk Kirchdorf gesunken, gleichzeitig aber der Anteil an Schülern nicht deutscher Muttersprache gestiegen ist, zeigt Handlungsbedarf auf. Eigene Deutschklassen, auch im Hinblick darauf, dass sich der Anteil an außerordentlichen Schülern mehr als verdoppelt hat, würden den Schülern die nötige Unterstützung für einen positiven Bildungsweg und damit besseren Zukunftschancen zukommen lassen“, äußerte sich der freiheitliche Bezirksparteiobmann Landtagsabgeordnete Michael Gruber über die Situation der wachsenden Zahl an Schülern nicht deutscher Muttersprache.


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