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BEZIRK KIRCHDORF/EBERSTALZELL. Einmal jährlich treffen sich die Tischler der Bezirke Kirchdorf und Steyr zum Erfahrungsaustausch. Diesmal wurde als Tagungsort das neue Werk der Firma Speedmaster in Eberstalzell gewählt.

Die Lehrlingsausbildner Franz Kaiblinger (Steyr) und Werner Mistlberger (Kirchdorf), Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart, die Bezirksobermeister Franz Hackl (Steyr) und Karl Limberger (Kirchdorf), Geschäftsführer Günther Schweiger und Verkaufsleiter Markus Hiemetsberger von Speedmaster (v. l.)

Insgesamt 110 Unternehmen im Bezirk Kirchdorf üben das Gewerbe „Tischlerei“ aus. Diese beschäftigen 1027 Mitarbeiter. „Das Führen einer Tischlerei ist eine Herausforderung. Das traditionelle Handwerk trifft voll auf die Digitalisierung“, sagt Bezirks­obermeister Karl Limberger, von der Tischlerei Limberger in Inzersdorf. Die Besichtigung der Firma Speedmaster zeigte, wie Möbelteile mit Hilfe der Automatisierung in kurzer Zeit produziert werden. Für Tischlereiunternehmen stellt dies eine Zusatzergänzung dar, denn zeitintensive Arbeitsschritte können damit entsprechend reduziert werden.

Kreativität und räumliches Denkvermögen stehen an vorderster Stelle

„Trotz möglicher Automatisierungsschritte seht die Kreativität und das räumliche Denkvermögen der Mitarbeiter an vorderster Stelle“, ist Karl Limberger überzeugt: „Mit dem richtigen Design bei den Möbelstücken kann am Markt noch toll gegenüber der Massenproduktion gepunktet werden.“

Anzahl der Auszubildenden hat sich erhöht

Insgesamt 35 Jugendliche erlernen den Tischlerberuf bzw. die Tischlereitechnik. Die einzige Berufsschule für Tischler in Oberösterreich befindet sich in Kremsmünster. „Die Zusammenarbeit mit der Schule klappt ausgezeichnet. Es muss noch gelingen, die Jugendlichen mehr für diesen Beruf zu begeistern. Die Fertigkeiten, die mit diesem Beruf erlernt werden, sind im Leben unbezahlbar,“ sagt Tischlermeister Karl Limberger.

Die aktive Werbung der Tischlerbetriebe, vor allem auch im Zuge der Berufserlebnistage in Kirchdorf, trägt Früchte: Die Anzahl der Auszubildenden hat sich von 28 im Jahr 2015 auf derzeit 35 erhöht.


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