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KIRCHDORF AN DER KREMS. Das Projekt „Kinder erleben Technik“ (KET) macht derzeit zum dritten Mal Station in der Wirtschaftskammer (WKO) in Kirchdorf.

Foto: Carina Kerbl
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An acht Technik-Erlebnis-Stationen sollen Kinder frühzeitig für technische Berufe begeistert werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Aktion ist für Kindergartenkinder und Volksschüler bis zur zweiten Klasse geeignet. “Dies ist der größte technische Kinderspielplatz der Welt“, umschreibt Bezirksstellenleiter der WKO Siegfried Pramhas das Projekt. Inputgeber und Projektleiter von „Kinder erleben Technik“ war 2009 Martin Hollinetz von dem ehrenamtlichen Netzwerk Otelo eGen. So entstand in Zusammenarbeit mit der WKO Kirchdorf das Projekt KET.

Digitalisierung dringt in Lebensbereiche rasant vor

Auch das Thema Digitalisierung soll in das Projekt integriert werden. „Das Thema Digitalisierung dringt in hohem Tempo in alle Lebensbereiche der Menschen vor. Ist schon die An- und Verwendung digitaler Tools eine Herausforderung, so bleibt das Grundverständnis über die technische Funktionsweise und auch die Reflexion der angewandten digitalen Programme, Werkzeuge oder Spiele meist auf der Strecke“, erläutert Hollinetz.

Möglicherweise bereits ab 2019 digitale Station

„Wir entwickeln gerade Ideen für ein KET-digital Konzept. Vielleicht schon 2019 können Kindergarten- und Volksschüler an Experimnetierstationen mehr über die Technik hinter dem Tablet herausfinden, denn es ist Realität, dass bereits dreijährige Kinder einige Zeit mit Tablets und Smartphones verbringen. Die Aufgabe der Gesellschaft ist es, sie sinnvoll dabei zu begleiten“, so Hollinetz weiter. Derzeit wird dafür noch nach Unterstützern aus der Wirtschaft gesucht. Unternehmen wie die MIBA AG, Cronrad Electronic oder die STIWA Group beteiligen sich bereits daran.

ÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Dörfel unterstützt das Projekt

Das Projekt wird vom Land OÖ unterstützt, um auf die Bedeutug der Technikberufe hinzuweisen. Auch Landtagsabgeordneter und Bezirksparteiobmann der ÖVP Christian Dörfel ist einer der Unterstützer: „OÖ ist das Industriebundesland Nummer eins. Technische Ausbildungen sind aufgrund dieser Tatsache von wesentlicher Zukunftsbedeutung. KET soll das Bewusstsein schärfen, wie wichtig es ist, Kinder im frühen Alter mit der Technik in Berührung zu bringen. Das Projekt schafft dann den spielerischen Zugang die Kinder dafür zu begeistern. 

Wirtschaftsschwerpunkt auf Industrie und Handwerk

Für den Wirtschaftsstandort Bezirk Kirchdorf hat dieses Projekt eine besondere Zukunftsbedeutung, denn rund 70 Prozent der 18.333 regionalen Arbeitspltätze des Bezirkes sind in den Sparten Industrie und Handwerk angesiedelt. Auch die Schwerpunkte Metall und Kunststoff sind bedeutende Bereiche. Darum ist es wichtig in Zukunft in den technischen Bereichen moderne dem Regionsbedarf angepasste Ausbildungen anzubieten. Denn die größte Frage, die Unternehmen derzeit beschäft ist: Wo sind die Fachkräfte von morgen? 

Noch bis Montag, 23. April, können Kindergärten und erste sowie zweite Klassen von Volksschulen Termine buchen.


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