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FPÖ im Sommergespräch: "Die Bundesregierung packt Eisen an, welches Anderen bislang zu heiß war"

Leserartikel Carina Kerbl, BSc MSSc, 25.07.2018 19:50

BEZIRK KIRCHDORF. Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordneter der FPÖ Michael Gruber sprach beim Sommergespräch mit Tips über aktuelle Themen, wie den 12-Stunden-Arbeitstag und über seine politischen Ziele.

Michael Gruber beim Sommergespräch mit Tips. Foto: Carina Kerbl
Michael Gruber beim Sommergespräch mit Tips. Foto: Carina Kerbl

Tips: Welche Themen beschäftigen die FPÖ derzeit im Bezirk?

Gruber: Uns beschäftigt der öffentliche Verkehr, wie zum Beispiel das Thema um die Almtalbahn. Künftig wird der Verkehr noch weiter zunehmen und deshalb muss der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut und vor allem attraktiv gestaltet werden.

Tips: Mit welchen Themen befasst ihr euch gerade im Bereich der Wirtschaft?

Gruber: Des Weiteren arbeiten wir daran, wie wir Jugendliche wieder mehr für eine Lehre begeistern. Es gibt beispielsweise in Pettenbach das Projekt „Wirtschaft und Schule“, an welchem sich auch Firmen beteiligen. Dann befassen uns noch das Thema der Stadt-Umland-Kooperationen. Dabei geht es darum, wie Gemeinden besser zusammenarbeiten können. Ein Beispiel hierfür wäre die Anschaffung von Gerätschaften für Bauhöfe. Es ist nicht notwendig, dass jede Gemeinde eigene Spezialgeräte anschafft, falls diese nicht im alltäglichen Einsatz stehen.Die Strukturen sollen kurzum vereinfacht und kompakter gestaltet werden.

Tips: Die Bundesregierung hat vor Kurzem die Einführung eines potentiellen 12-Stunden-Arbeitstages für Herbst 2018 beschlossen. Was halten Sie davon?

Gruber: Die Gewerkschaft hatte zwei Jahre Zeit einen Vorschlag bzgl. der Arbeitszeitflexibilisierung zu präsentieren. Nachdem dies nicht geschah, hat die Regierung dieses Gesetz beschlossen. Die derzeitige Bundesregierung packt Eisen an, welches Anderen bislang zu heiß war. Sie wollen einfach etwas verändern und besser machen. Die Gewerkschaften behaupten, dieses Gesetz würde zu Nachteilen für Arbeitnehmer führen. In Wahrheit fürchten sie bloß eine Schwächung ihrer selbst. Man kann sagen, dass hier bereits gelebte Praxis einfach in ein Gesetz gegossen wurde.Außerdem sollte einige Zeit nachdem das Gesetz in Kraft getreten ist evaluiert und gegebenenfalls nachgebessert werden.

Tips: Was sind Ihre politischen Ziele für den Bezirk?

Gruber: Ein wichtiges Anliegen ist mir die Erhaltung der Nebenbahnen und der kleinstrukturierten Landwirtschaft. Des Weiteren habe ich mir zum Ziel gesetzt, die Gemeindekkooperationen voranzutreiben. Außerdem möchte ich für die Bürger im Bezirk bestehende Arbeitsplätze halten und auch neue schaffen. Ein leistbares Kultur - und Freizeitangebot ist ebenso wichtig wie die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung mit Haus - und Fachärzten in der Region. Die Förderung der Freiwilligkeit und des Ehrenamtes, damit sie ihrer wichtigen Tätigkeit nachkommen können, wie Feuerwehren beispielsweise habe ich mir auch zum Ziel gesetzt.

Tips: Haben Sie Wünsche für die Zukunft?

Gruber: Abschließend wünsche ich mir eine parteiübergreifende Anstrengung, um die kleinen Einkommensschichten nachhaltig zu entlasten und die Ausschüttung von Fördergeldern gerecht und maßvoll zu gestalten. Unseren Landsleuten im Bezirk Kirchdorf wünsche ich einen schönen und erholsamen Sommer. 


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