Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

"Der 12-Stunden-Arbeitstag ist in anderen Ländern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor"

Leserartikel Carina Kerbl, BSc MSSc, 30.08.2018 19:57

BEZIRK KIRCHDORF. Mit 1. September tritt das Gesetz für den 12-Stunden-Arbeitstag in Kraft. Die Vertreter der Parteien im Bezirk, der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) und auch die Arbeiterkammer (AK) haben sich bereits dazu geäußert. Nun erklärt die Wirtschaftskammer (WKO) ihre Sichtweise.

Die WKO will die Lohnnebenkosten senken. Symbolfoto: V. Weihbold
Die WKO will die Lohnnebenkosten senken. Symbolfoto: V. Weihbold

Die Bundesregierung hat die gesetzlich festgelegte Maximaltagesarbeitszeit von zehn auf zwölf Stunden angehoben. Das dazugehörige Gesetz tritt mit 1. September in Kraft. Doch bereits im Vorfeld wurde der umstrittene 12-Stunden-Arbeitstag viel diskutiert.

Gelegentliche 12-Stunden-Arbeitstage

Doch die hitzigen Diskussionen kann WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas nicht nachvollziehen: „Die von Manchen betriebene Panikmache ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Die Länge der Arbeitszeit bleibt gleich, diese wird nur anders verteilt. Auch alle Zulagen, die im Europaver­gleich in Österreich am höchsten sind, bleiben erhalten und in fast allen europäischen Ländern ist der gelegentliche 12-Stunden-Tag schon jetzt möglich.“

Manche Berufsgruppenarbeiten bereits 12 Stunden

„Soweit bekannt ist, leben alle bestens damit. Es wurde in anderen Ländern bereits erkannt, dass dies ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Auch in Österreich haben viele Berufsgruppen sehr flexible Arbeitszeiten bzw. den gelegentlichen 12-Stunden-Tag, wie Krankenhauspersonal, Beamte, Polizei etc.“, ergänzt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.

Senkung Lohnnebenkosten

Von wesentlicher Bedeutung für den Wirtschaftsstandort sei aber ein weiteres wichtiges Thema: „Es ist höchst an der Zeit, die Lohnnebenkosten weiter zu senken. Das würde den meisten Unternehmen sowie auch der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und somit der Arbeitsplatzsicherung am meisten nutzen“, fügt Aitzetmüller hinzu.

WKO-Obmann sieht Handlungsbedarf

Hier bestehe dringender Handlungsbedarf und ergänzt: „Es darf nicht vergessen werden, wer der größte Nutznießer einer jeden Gehaltserhöhung ist, nämlich der Staat. Würde den Arbeitnehmern mehr von den Gehaltserhöhungen im Geldbörserl bleiben, würde dies sicherlich dem Wirtschaftsstandort entgegenkommen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Im Bezirk Kirchdorf steigt die Arbeitslosigkeit

Im Bezirk Kirchdorf steigt die Arbeitslosigkeit

BEZIRK KIRCHDORF AN DER KREMS. Ende September waren im Bezirk Kirchdorf 1.191 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos vorgemerkt. ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Bioenergie Schlierbach feiert 25 Jahre

Bioenergie Schlierbach feiert 25 Jahre

SCHIERBACH. Die Bioenergie Schlierbach feierte ihr 25-jähriges Bestehen in der SPES Zukunftsakademie. Die Genossenschaft versorgt aktuell 52 ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Frauen in der OÖVP starten in Oberösterreich eine neue Gesprächsreihe

Frauen in der OÖVP starten in Oberösterreich eine neue Gesprächsreihe

OÖ/BEZIRK KIRCHDORF AN DER KREMS. Frauen erzählen von ihrem Leben, von schwierigen Zeiten und von Menschen, die ihnen den Rücken stärken: ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Tourismusforum in Hinterstoder besprach Zukunftsprojekte

Tourismusforum in Hinterstoder besprach Zukunftsprojekte

HINTERSTODER. In Hinterstoder haben Vertreter der örtlichen Tourismusbetriebe bei einem Tourismusforum über aktuelle Projekte und die weitere ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Frau in der Wirtschaft Kirchdorf verbindet Yoga mit Finanzwissen

Frau in der Wirtschaft Kirchdorf verbindet Yoga mit Finanzwissen

KIRCHDORF. Finanzielle Vorsorge, Bewegung und Ernährung standen beim Unternehmerinnen-Frühstück von Frau in der Wirtschaft (FidW) Kirchdorf ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen investieren sechs Millionen Euro in kommenden Winter

Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen investieren sechs Millionen Euro in kommenden Winter

HINTERSTODER. Die Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen investieren nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Euro in die kommende Wintersaison. ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Weitere Beiträge