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BEZIRK KIRCHDORF/LINZ/OÖ. Eine Umfrage der Europäischen Union (EU) hat ergeben, dass die Mehrheit der EU-Bürger für eine Abschaffung der zweimal jährlich stattfindenden Zeitumstellung ist. Auch die Wirtschaftskammer (WKO) Kirchdorf wäre dafür.

Die Zeitumstellung gibt es seit 1980. Symbolfoto: E. Wodicka
Die Zeitumstellung gibt es seit 1980. Symbolfoto: E. Wodicka

Am Sonntag, 28. Oktober, um 2 Uhr Früh ist es wieder so weit: Die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt. Doch könnte dies das letzte Mal gewesen sein? Die Johannes Kepler Universität Linz führte zum Thema Abschaffung der Zeitumstellung eine Studie durch. Demnach würde eine ganzjährige Sommerzeit 77,5 Millionen Euro sparen, denn Energieeinsparungen durch die Zeitumstellung seien nur minimal. Während der Sommerzeit sei den Österreichern die Freizeitgestaltung wichtiger. Dadurch würde auch die Wirtschaft gestärkt werden. 

Vorteile für Unternehmen

Dies bestätigt auch Bezirksstellenleiter der WKO Kirchdorf Siegfried Pramhas: „Studien belegen, dass die Zeitumstellung keine Energieeinsparungen oder dergleichen gebracht haben. Daher besteht aus wirtschaftlicher Sicht gegen die Abschaffung kein Einwand. Für eine Region, wie den Bezirk Kirchdorf, in der viele Unternehmen der Freizeitwirtschaft tätig sind, bringt die derzeitige Sommerzeit Vorteile. Daher wäre die künftige Festlegung an der Sommerzeit wünschenswert.“

Aufwand für Branchen

Die Zeitumstellung birgt auch einen administrativen Aufwand, wie Pramhas weiter ausführt: „Die zweimaligen Zeitumstellungen stellen für gewisse Branchen einen Aufwand dar. Gleichzeitig ist damit ein gewisses Risiko verbunden, weil viele automatische oder EDV-Systeme mit den Uhren abgestimmt sind.“

EU-Kommissionspräsident Juncker für Abschaffung

4,6 Millionen EU-Bürger haben bei einer von der EU durchgeführten Onlineumfrage zur Zeitumstellung teilgenommen. Angeblich 80 Prozent davon befürworten eine Abschaffung. Deshalb will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nun für die Abschaffung eintreten, derer die Länder zustimmen müssen. Sollte es tatsächlich zu einer Abschaffung kommen, könnte jedes der 28 EU-Länder selbst entscheiden, ob bei ihnen ganzjährig Sommer- oder Winterzeit gelte.

Zeitumstellung seit 1980

In Österreich wurde erstmals 1916 auf Sommerzeit umgestellt. Seit 1980 wurde jedes Jahr umgestellt, um Energie zu sparen und als Folge der Ölpreiskrise 1973 und 1979/80, die einen Rückgang der Konjunktur bewirkten.


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