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BEZIRK KIRCHDORF. In allen oberösterreichischen Bezirken fand der so genannte Vorsorgetag gemeinsam von Wirtschaftskammer (WKO) und Notariatskammer statt. Erstmals wurde in der WKO Kirchdorf gemeinsam mit regionalen Notaren Unternehmen über mögliche Vorsorgemaßnahmen informiert.  

Siegfried Pramhas (WKO Kirchdorf), Franz Reitner (Notariat Kirchdorf), Bettina Pibermayr (Notariat Kremsmünster), Johann Herzog (Notariat Windischgarsten) (v. l.). Foto: WKO

Nicht gerade ein in der Prioritätenliste an erste Stelle gereiht, ist das Thema die richtige Vorsorge. Doch wie der Vortrag und leider auch immer wieder die Praxis zeigt, ist es von wesentlicher Bedeutung für die Familie und im Falle von Arbeitgeberbetrieben ebenfalls für die Mitarbeiter. „Wenn es wirklich passiert, stehen andere Themen im Vordergrund. Daher ist es schon von wesentlicher Bedeutung, entsprechende Vorsorge für den Weiterbestand des Betriebes zu treffen. Auch in der Hoffnung, dass der Fall nie eintreffen wird“, sagt WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas.

Rechtsthemen reflektiert

Die Notare Bettina Bibermayr (Notariat Kremsmünster), Franz Reitner (Notariat Kirchdorf) und Johann Herzog (Notariat Windischgarsten) schafften es mit interessanten Vorträgen, dass das eher unbeliebte Thema intensiv von den Besuchern diskutiert wurde. Sie referierten zu den Themen Erwachsenenrecht, Vorsorgevollmacht und Testament. „Die Notare erarbeiten professionelle Vorsorgemaßnahmen für solche Fälle. Mit unserem Know-How werden die Notwendigkeiten für den Weiterbestand des Unternehmens bestmöglich abgesichert. Auch wichtige Unterstützung für die Angehörigen“, betonen die regionalen Notare. Für die Unternehmen liegen bei der WKO Gutscheine für eine einstündige Beratung auf.

Schicksalsfälle sind herausfordernd

Die Mitarbeiter der WKO Kirchdorf sind immer wieder mit derartigen Ereignissen befasst. Drei bis fünf derartige Schicksalsfälle sind in einem Kalenderjahr zu verzeichnen. Immer wieder kommt es vor, dass durch fehlende Vorsorgemaßnahmen für den Betrieb zusätzliche Sorgen dazukommen. Oft können Betriebshilfe, entsprechende Fachberatung oder der Existenzsicherungsfond der WKO im ersten Moment helfen. Es geht aber letztendlich sehr oft, um die Fortführungsfrage die aufgrund der wirtschaftlichen Situation, des Wettbewerbes in den meisten Fällen rasch geklärt werden muss. „Es wurde schon in den letzten Jahren viel daran gearbeitet, für Unternehmerinnen und Unternehmern eine soziale Absicherung zu schaffen. Eine erste Hilfe ist in diesen Fällen sehr wichtig“, erklärt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.


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