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KIRCHDORF AN DER KREMS. Anlässlich des internationalen Frauentages, dem 8. März, verteilten der ÖGB und die SPÖ rote Nelken an Beschäftigte in Betrieben und Geschäften in Kirchdorf, um gemeinsam Partei für eine gerechte Gesellschaft und echte Gleichstellung zu ergreifen.

ÖGB-Frauenvorsitzende Leopoldine Berger und SPÖ-Bezirksparteivorsitzende Bettina Lancaster überreichten rote Nelken an die Kirchdorfer Tips-Damen Brigitte Messing (Verkauf) und Susanne Winter (Redaktion, v.l.), Foto: Reiter

Kinderbildungseinrichtungen für Unter-Dreijährige sind vor allem in Oberösterreichs Landgemeinden noch immer Mangelware. Dabei ist eine ganzjährige, qualitätsvolle Kinderbetreuung mit Öffnungszeiten, die Frauen es ermöglicht, einer existenzsichernden Arbeit nachzugehen, einer der wesentlichen Schlüssel für die Chancengleichheit am Arbeitsplatz. Anlässlich des Internationalen Frauentags fordern die ÖGB-Frauen einen Rechtsanspruch auf ein leistbares und vor allem qualitativ hochwertiges Kinderbildungsangebot für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt.

Kinder kriegen darf keinen beruflichen Nachteil bringen

„Für Eltern ist es oft sehr schwer möglich, wieder in den Beruf einzusteigen, geschweige denn, Vollzeit zu arbeiten. Berufliche Abstriche machen meist die Frauen, was sich negativ aufs Einkommen bis in die Pension auswirkt. Viele Frauen sind finanziell von einem Partner abhängig und steuern direkt auf Armut im Alter zu“, bringt ÖGB-Frauenvorsitzende im Bezirk Kirchdorf Leopoldine Berger das Dilemma auf den Punkt: „Kinder kriegen darf keinen Nachteil bringen und Eltern haben sich ein sorgenfreies Leben verdient, in dem Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen sind. Deshalb wollen wir, dass das Budget für Elementarpädagogik auf mindestens ein Prozent des BIP aufgestockt wird. Das brächte 1,2 Milliarden Euro im Jahr mehr für unsere Kinder.“

Es braucht mehr Geld, mehr Personal und bessere Standards

Eine Erhöhung des Budgets käme auch dem Personal in Kinderbildungseinrichtungen zugute. „Wir brauchen bundeseinheitliche Mindeststandards. Es kann nicht sein, dass es davon abhängt, ob ich in Oberösterreich, Tirol oder Wien wohne, welche Ausbildung das Personal haben muss, wie viele Schließtage es geben kann oder wie viele Kinder von wie vielen Erwachsenen betreut werden dürfen“, sagt Berger: „Die Beschäftigten in Kinderbildungseinrichtungen leisten täglich etwas ganz Besonderes für die Entwicklung unserer Kinder und diese Arbeit hat bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen verdient.“


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