Tourismus-Zahlen relativ stabil
BEZIRK KIRCHDORF. Trotz der aktuellen Situation bleiben die Gäste im Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ nicht aus. Die Zahlen des Monats Juli zeigen, dass der Tourismus trotz dieser turbulenten Zeiten eine wichtige Komponente darstellt.

Die vorläufigen Nächtigungs- und Ankunftszahlen im Monat Juli lassen ein spürbares Aufatmen zu: Insgesamt 25.015 Ankünfte (-7,3 Prozent gegenüber Juli 2019), die 82.636 Nächtigungen (- 10,9 Prozent gegenüber Juli 2019) ausgelöst haben, weist die Statistik Oberösterreich für den Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ aus. Auch im oberösterreichweiten Vergleich sind diese Rückgänge als gering zu werten: „Gehofft haben wir schon während der Corona-Zeit auf einen positiven Effekt. Vor allem die Betriebe sowie die Tourismus-Meinungsbildner haben dafür gemeinsam viel und erfolgreich gearbeitet“, sagt Klaus Aitzetmüller, Kirchdorfs Wirtschaftskammer-Obmann. Es handle sich bei den Zahlen aber lediglich um eine Momentaufnahme, so der Obmann. Diese erzeuge aber bereits positive Stimmung: „Natürlich ist eine gesamte Saison zu analysieren. Spannend wird die Abrechnung am Ende der jeweiligen Saison sein.“
Zusammenarbeit von Tourismusverbänden und Gemeinden wichtig
Insgesamt vier Tourismusverbände arbeiten im Wirtschaftsstandort und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist dabei so wichtig wie auch herausfordernd: „Tourismus lebt von Identität und Einrichtungen entwickeln sich vor Ort. Die Tourismusbetriebe sind diesbezüglich die wesentlichen Player“, betont Kirchdorfs Wirtschaftskammer-Obmann und ruft dazu auf, hier auch zukünftig für eine gemeinsame positive Entwicklung in der Region zu arbeiten. “Eines muss uns allen klar sein: Die herrliche Naturlandschaft in der wir wohnen, braucht eine attraktive Tourismusinfrastruktur, um Gäste zu begeistern. Diese nutzt auch den Bewohnern des Wirtschaftsstandortes“, betont Klaus Aitzetmüller. Die Pyhrn-Priel-Region ist auch oberösterreichweit eine bedeutende Tourismusregion: “Die Investitionen der letzten Jahre machen sich jetzt bezahlt. Davon zieht der gesamte Wirtschaftsstandort einen Nutzen“, sagt der Obmann.
Mitarbeiter in der Gastronomie gesucht
„Jetzt zeigt sich, dass nur eine effiziente Zusammenarbeit von Erfolg gezeichnet ist. Hinsichtlich der regionalen Infrastruktur muss an einem Strang gezogen werden“, ist sich Klaus Aitzetmüller sicher. Wichtig sei dabei vor allem das kulinarische Angebot: “Tagtäglich melden sich Unternehmen aus der Gastronomie, die verzweifelt nach Mitarbeiter suchen. Das ist angesichts der dargelegten Arbeitslosenzahlen schwer nachvollziehbar“, sagt der Obmann. Grundsätzlich seien die Unternehmen auch sehr bemüht, möglichst viele Sicherheitsmaßnahmen zu setzen: „Das müsste eigentlich jetzt Vertrauen bei den Menschen schaffen, das dann auch im Herbst nutzt“, hofft Klaus Aitzetmüller.


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