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SCHLIERBACH. Rund 70 Bauern aus dem Bezirk Kirchdorf folgten der Einladung von Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger und Kammerdirektor Karl Dietachmair, um in der Landwirtschaftlichen Fachschule Schlierbach einen Abend lang unter dem Titel „Kammerführung im Gespräch“ über aktuelle Themen aus der Landwirtschaft zu sprechen.

  1 / 7   Kammerrat Walter Lederhilger, Dienststellenleiterin der BBK Kirchdorf-Steyr Gabriele Hebesberger, Direktor der LFS Schlierbach Martin Faschang, LK OÖ-Präsidentin Michaela Langer-Weninger, Kammerdirektor Karl Dietachmair, Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates Sabine Herndl und BBK-Obmann Andreas Ehrenhuber, Foto: LK OÖ/Köck

Bezirksbauernkammer-Obmann Andreas Ehrenhuber eröffnete den Abend mit aktuellen Zahlen aus dem Bezirk Kirchdorf und betonte in seiner Eröffnungsrede: „Mich macht die große Vielfalt in der Landwirtschaft am Bezirk Kirchdorf stolz – alles unter einen Hut zu bringen, ist auch gleichzeitig die Herausforderung. Wir haben innovative, kreative Landwirte, die kein Blatt vor den Mund nehmen und sich damit auseinander setzen, wie sie in Zukunft überleben können.“

Kritik am Green Deal

Karl Dietachmair präsentierte das Entlastungspaket 2020, berichtete über das Waldfondsgesetz sowie die EU-Einigung zu einem mehrjährigen Finanzrahmen und kritisierte den bis 2050 geplanten Green Deal der EU sowie die drohende Verschärfung für die Bio-Landwirtschaft.

Handlungsfelder für die Landwirtschaftskammer

Michaela Langer-Weninger stellte  zehn Handlungsfelder für die Landwirtschaftskammer vor, die aus einer Umfrage unter 800 Landwirten abgeleitet wurden. Diese Themen sind die Herkunftskennzeichnung der Lebensmittel, der Klimawandel und Klimaschutz, die Sicherung der Inlandsversorgung, die zukunftsfähige Weiterentwicklung der zentralen Position als Tierhaltungsland, die Unterstützung für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe, die marktorientierte Weiterentwicklung des Biolandbaus, die Förderung einer nachhaltigen und klimaeffizienten Forstwirtschaft, die Sicherung von Umweltleistung und Biodiversität durch die Bewirtschaftung, der Schutz von bäuerlichem Eigentum sowie der Dialog mit der Gesellschaft.

Landwirte stellten kritische Fragen

Im Anschluss an die Vorträge gab es ausreichend Zeit für Diskussionen. Dabei äußerten viele Landwirte aus dem Bezirk ihre Bedenken und stellten kritische Fragen, die von der Präsidentin und dem Kammerdirektor beantwortet wurden. Unter den angesprochenen Themen waren beispielsweise der Wolf, Enteignungen und das Image der Landwirte in der Öffentlichkeit.


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