Regionale Betriebe haben mit Top-Qualität bei ihren Produkten bessere Chancen in der Krise
BEZIRK KIRCHDORF. Egal ob Industrie, Handwerk oder Landwirtschaft – die Unternehmen im Bezirk Kirchdorf fertigen qualitativ hochwertige Produkte und sind damit auch in der Corona-Krise gut aufgestellt.

Für die meisten Unternehmen im Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ ist das Thema Qualität die Basis ihres Tuns. „Bei Massenprodukten bist du sehr schnell austauschbar. Daher müssen die Unternehmen auf Qualität setzen, um erfolgreich zu sein“, ist Kirchdorfs Wirtschaftskammer Obmann Klaus Aitzetmüller überzeugt. Das Thema Qualität könne dabei nicht nur einseitig betrachtet werden, da es auf die unterschiedlichsten Ebenen zutreffe, betont Klaus Aitzetmüller. Gerade im Dienstleistungssektor sei dieses Thema in verschiedenen Ausprägungen zu berücksichtigen.
Spitzentechnologie, Innovation, besonderes Handwerk und außergewöhnliche Dienstleistungen
„Qualität hat mit Spitzentechnologie, mit Innovation, mit Zeit, mit besonderem Handwerk oder mit außergewöhnlichen Dienstleistung zu tun“, überlegt Siegfried Pramhas, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Kirchdorf. Auch das Thema Nachhaltigkeit sei ein großer Bestandteil von Qualität: „Im Produktzyklus geht es oft darum, diese länger haltbar, robuster und besser zu machen als die des Mitbewerbers. In den meisten Fällen ist damit Arbeitsleistung von Mitarbeitern in der Forschung und Entwicklung sowie aufwendigere Produktion und Qualitätskontrolle verbunden.“
Regionale Lebensmittel sind ein wertvolles Gut
Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Bauern Lebensmittel produzieren und die Bevölkerung mit höchster Qualität versorgen. „Wir sind stolz auf unsere Bauern, die in der Krise durchgehalten haben und uns mit wertvollen Nahrungsmitteln versorgt haben“, sagt Bezirksbauernkammerobmann Andreas Ehrenhuber.
Eigenversorgung mit regionalen Lebensmitteln ist in der Region sehr hoch
Kirchdorf ist ausgezeichnet mit einer vielfältigen Landwirtschaft. Von Milch, Fleisch von Schweinen, Rindern, Geflügel und Wild sowie Fisch, bis zu Obst-, Gemüse- und Getreideprodukten – alles findet sich hier in der Region. „Die Eigenversorgung mit regionalen Lebensmitteln ist in der Region sehr hoch, wir können auf gute Partner in der Lebensmittelverarbeitung zählen und haben viele Direktvermarktungsbetriebe, die die Kunden direkt versorgen“, weiß Sabine Herndl, Bäuerinnenbeirätin von Kirchdorf.
Innovative Ideen enstanden
Diese besondere Zeit forderte alle Lebensmittelerzeuger und -vermarkter, aber es entstanden auch interessante und innovative Absatzideen. Selbstbedienungsläden ermöglichten einen kontaktlosen Einkauf mit langen Einkaufszeiten für die Kunden. Eine Bestellung der täglichen Lebensmittel über Internet und per E-Mail direkt beim Erzeuger wurde nachgefragt. So auch die Food Coops (Lebensmitteleinkaufsgemeinschaft), wo der wöchentliche Lebensmittelbedarf bestellt und in einer Abholstation abgeholt werden kann.
Aber auch die Bauernmärkte wurden sehr geschätzt, wo sich die frischen, saisonalen Lebensmittel mit persönlichen Gesprächen kombinieren lassen. Denn auch, wenn die digitale Welt in dieser Zeit intensiv genutzt wurde, ist der soziale Kontakt nach wie vor ein wichtiger Aspekt im Leben.
Hochwertige Ausbildungen
Was der Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ in Zukunft an Qualitäten braucht, ist nach Meinung des Wirtschaftskammer-Obmanns schnell erläutert: „Es braucht weiterhin eine qualitativ hohe Ausbildung der Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen. Nur so sind Qualitätsprodukte und qualitativ hochwertige Dienstleistungen gesichert.“ Schlussendlich sei das Thema Qualität für die Zukunft von Kirchdorfs Unternehmen ausschlaggebend, ist sich Klaus Aitzetmüller sicher.


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