Kirchdorfer Zementwerk investiert weiter in den Klimaschutz

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Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 23.09.2020 15:04 Uhr

KIRCHDORF AN DER KREMS. Mit der Inbetriebnahme eines neuen „Flash-Dryers“ zur Vortrocknung von Ersatzbrennstoffen und der Ankündigung einer weiteren Großinvestition, durch die die Emissionen der Zementproduktion am Standort Kirchdorf auf das absolute Minimum reduziert werden sollen, will die Kirchdorfer Gruppe für das emissionsärmste Zementwerk der Welt sorgen.

„Damit wurden und werden im Kirchdorfer Zementwerk insgesamt zwölf Millionen Euro in den Klimaschutz investiert. Mit einer derartigen Großinvestition auch in dieser aktuell schwierigen Zeit setzt die Kirchdorfer Gruppe wichtige Impulse für den Standort Oberösterreich. Zugleich wird hier ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Absicherung der produzierenden Industrie geleistet. Dabei ist es umso erfreulicher, dass diese Innovation auf allerhöchstem technischen Niveau gerade in Oberösterreich umgesetzt wird“, sagt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP), der den Startschuss zur Inbetriebnahme der neuen Anlage persönlich vornahm. Mit der Inbetriebnahme des neuen Flash-Dryers werden maßgebliche Mengen an CO2 eingespart sowie der Einsatz fossiler Brennstoffe weiter reduziert.

Hoffnung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten

„Die Zementindustrie steht so wie die produzierende Industrie insgesamt vor großen Herausforderungen und wir sind stolz darauf, dass die notwendigen Innovationen hier in Oberösterreich gesetzt werden“, betont Landesrat Achleitner: „Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, wie wir sie gerade erleben, machen Unternehmen wie die Kirchdorfer Gruppe uns allen Hoffnung, denn hier wird in die Zukunft investiert. Das ist ein Signal des Vertrauens in die Belegschaft, in die Partnerschaft mit den Kunden, aber auch in die Politik, die ihren Teil zur Standortsicherung und langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft beitragen wird.“

Erneut wird in Kirchdorf der Titel „emissionsärmstes Zementwerk der Welt“ verteidigt

Mit der nun erfolgten Inbetriebnahme des sogenannten Flash-Dryers, einer Investition von knapp zwei Millionen Euro, „zementiert“ das Unternehmen seine internationale Technologieführerschaft weiter ein. Der Flash-Dryer dient zur Vortrocknung von Ersatzbrennstoffen (EBS) und bewirkt eine deutliche Reduktion der Feuchte der eingetragenen Brennstoffe (EBS mit bis zu 25 Prozent Feuchtigkeit werden auf weniger als fünf Prozent Feuchtigkeit getrocknet), wodurch der eingesetzte Brennstoffmix weiter optimiert werden kann.

Zukunftsinvestitionen im Zeichen der Nachhaltigkeit

„Mit dem neuen Flash-Dryer können wir fossile Brennstoffe durch getrocknete und somit hochenergetische Ersatzbrennstoffe zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Energiedichte für den Klinkerbrand ersetzen. Mit dieser Maßnahme setzen wir unseren Weg der Zukunftsinvestitionen im Zeichen der Nachhaltigkeit fort“, erläutert Erich Frommwald, Geschäftsführer des Unternehmens.

Nächste Großinvestition bei feierlicher Inbetriebnahme vorgestellt

Bei der feierlichen Inbetriebnahme wurde bereits die nächste Großinvestition vorgestellt, die erst kürzlich vom Aufsichtsrat genehmigt wurde und deren Realisierung bis zum Jahresbeginn 2022 abgeschlossen sein soll. Das Team um Werksleiter Christian Breitenbaumer plant die aus heutiger Sicht letzte verfahrenstechnisch noch mögliche Verbesserung, um die Emissionen der Zementproduktion am Standort Kirchdorf auf das absolute Minimum zu reduzieren. So soll beispielsweise der Kohlenstoffmonoxid-Ausstoß durch die Installation eines hocheffizienten Inline-Kalzinators mit Rezirkulationskammer und einer Tertiärluftleitung um weitere 17 Prozent gesenkt werden. Das klingt technisch herausfordernd – und das ist es auch, selbst für die erfahrenen Techniker vor Ort. So wurden in den vergangenen Monaten aufwändige Simulationen der Strömungsmechanik durchgeführt (sogenannte CFD-Simulationen), um die technisch optimale Lösung zu finden.

Verlustfreier Wärmeübergang garantiert

„Der neue Kalzinator garantiert uns einen maximal effizienten Ausbrand sowie verlustfreien Wärmeübergang auf das zu kalzinierende Rohmehl. Eine Anlage dieser Art wurde europaweit erst einmal im Piemont verbaut und ist in Kombination mit unserer DeCONOx-Technologie weltweit einzigartig“, sagt Erich Frommwald, mit stolzem Blick auf seine Mannschaft. Die Realisierung dieser innovativen und emissionsmindernden Investition, für welche das Unternehmen nahezu zehn Millionen Euro aufbietet, wird aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) unterstützt.

Gemeinsam mit Landesrat Achleitner vollzog Erich Frommwald auch die Grundsteinlegung für die nächste Großinvestition in den Klimaschutz im Kirchdorfer Zementwerk und setzte symbolisch die ersten Ausmauerungssteine in ein Rohrstück des neuen Inline-Kalzinators.

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