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SPÖ fordert Volksbefragung zur geplanten Skigebietsanbindung Hinterstoder-Vorderstoder

Susanne Winter, MA, 02.10.2020 18:27

BEZIRK. Die Bezirks-SPÖ fordert eine Volksbefragung zur umstrittenen Skigebietsanbindung Hinterstoder-Vorderstoder. Da es sich bei dem geplanten Vorhaben um ein „Jahrhundertprojekt“ für die Gemeinde Vorderstoder handelt, sollen die Bürger selbst entscheiden.

SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster, Foto: SPÖ-Parlamentsklub
SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster, Foto: SPÖ-Parlamentsklub

„Wann wenn nicht jetzt soll die Bevölkerung entscheiden? Ich fordere daher eine Volksbefragung gemäß der OÖ Gemeindeordnung in Vorderstoder durchzuführen“, gibt sich SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster entschlossen. Das Ergebnis dieses Volksentscheids müsse dann auch bindend sein. „Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, kann eine Volksbefragung nur befürworten“, appelliert Lancaster eindringlich.

Hauptaugenmerk auf der Ganzjährigkeit

Die SPÖ im Bezirk bekennt sich grundsätzlich zur Weiterentwicklung des Tourismus in der Region Pyhrn-Priel. Wobei aber das Hauptaugenmerk auf der Ganzjährigkeit liegen müsse. Das vorliegende Projekt lasse allerdings diesbezüglich viele Fragen offen. Besonders problematisch sieht die SPÖ die zu befürchtende Verkehrslawine sowie negative Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung. Skepsis sei auch angesichts der Höhe der geplanten Pisten angebracht. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels scheine der Ausbau eines Skigebietes unter 1000 Meter Meereshöhe nicht mehr zweckmäßig. Eine Erweiterung der Pistenkilometer wäre beispielsweise auch in Hinterstoder noch möglich, ohne gravierende Eingriffe, in einem dafür ohnedies bereits gewidmetem Gebiet.

Anbindung an den Radweg

Darüber hinaus drängt die SPÖ auf die Realisierung von Projekten für den Ganzjahrestourismus wie z.B. die Anbindung von Hinterstoder und Vorderstoder an den Radweg, bessere Angebote fürs Mountainbiking, ein Erlebnisbad für die Region, um nur einige zu nennen. „Der Erlebnisfaktor muss gegeben sein, um Gäste zu gewinnen. Gleichzeitig braucht es aber auch ein attraktives Schlechtwetter-Angebot um bestehen zu können. Ziel muss eine stärkere Auslastung von Montag bis Freitag sein, um dadurch eine Steigerung der Nächtigungszahlen zu erreichen und mehr Wertschöpfung in der Region und Arbeitsplätze mit anständiger Bezahlung zu schaffen“, so Lancaster.


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