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INZERSDORF IM KREMSTAL. Rudolf Diensthuber aus Inzersdorf hat einen Leserbrief zu den Aussagen der OÖ. Ärztekammer in Bezug auf das Corona-Virus geschrieben.

Symbolfoto: Gajus/Shutterstock.com
Symbolfoto: Gajus/Shutterstock.com

Ich freue mich, dass nebst zahlreichen anderen Experten nun auch die OÖ. Ärztekammer mit Präsident Niedermoser in der Tips dazu aufruft, das Corona-Virus endlich als das zu sehen, was es tatsächlich ist. Nämlich als ein Virus von vielen, das man natürlich wie alle anderen nicht unterschätzen darf und das uns länger begleiten wird. Bis jetzt wurden ja all jene, die dazu derartige Sichtweisen einbrachten, als Verharmloser, Gefährder oder gar Verschwörungstheoretiker beschimpft.

Die vorsätzliche Angst- und Panikmache der Politik war nachweislich das eklatant falsche Rezept – Zwang und Strafen waren und sind halt absolut keine geeigneten Instrumente zur Bewältigung dieser Bedrohung. Natürliche Verhaltensweisen wie Hygiene, Abstand halten und in geschlossenen Räumen Maskenpflicht dürfte nach Ansicht der Ärztekammer dazu reichen – Betretungs- und Versammlungsverbote mit tiefen Eingriffen in die Grund- Und Freiheitsrechte der Bürger scheinen angesichts der nun mahnenden Stimmen doch deutlich überzogen. Auch die Fallzahlen allein sind nicht aussagekräftig, Corona hat in Österreich absolut keine Übersterblichkeit ausgelöst, aber man darf ja heute kaum mehr husten ohne als Corona-Verdacht behandelt zu werden.

Damit ist selbstverständlich auch zu hinterfragen, ob man die Wirtschaft samt Arbeitsplätzen derart einschränken musste und damit fast einen volkswirtschaftlichen Supergau produzierte. Kündigungswellen mit letzten Endes hunderttausenden Arbeitslosen und eine Unzahl an Firmenpleiten bringen unsere Gesellschaft an den Rand des Abgrunds, zumal viele Klein- und Mittelbetriebe auch immer noch auf Hilfe in nennenswertem Ausmaß warten. Dass damit auch zahlreiche Gemeinden finanziell ins Trudeln kommen – für viele sind mangels Eigenmittel die Hilfspakete verschlossen – liegt auf der Hand und dazu vom Staat eingegangene Neuverschuldung muss dann ja auch von genau diesen Betroffenen über Steuern wieder abbezahlt werden. In diesem Sinne, weg von der herrschenden Panik – hin zu einer versachlichten Diskussion, in der auch seriöse Daten zur Bewertung herangezogen werden, dann wird Corona weder die Gesundheit noch den Wirtschaftskreislauf unserer Gesellschaft zerstören.

Rudolf Diensthuber

Inzersdorf im Kremstal


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