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BEZIRK KIRCHDORF. Viele Unternehmen suchen trotz der Corona-Krise händeringend nach Fachkräftenachwuchs. Trotz guter Zukunftsaussichten fehlt es in vielen Branchen an interessierten Jugendlichen.

Klaus Aitzetmüller (Foto: Klaus Mitterhauser)
Klaus Aitzetmüller (Foto: Klaus Mitterhauser)

„Jugendliche für die Lehre zu gewinnen, ist für Ausbildungsbetriebe in diesen Zeiten nicht ganz einfach. Ganz verständlich ist diese Situation nicht“, berichtet Siegfried Pramhas, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Kirchdorf. „Es braucht noch viel Begeisterungsarbeit für die Lehre. Laut Arbeitsmarktservice sind derzeit etwa 158 Lehrstellen offene und sofort verfügbar. Das sagt viel über den eigentlichen Stellenwert der Lehre aus“, sagt Kirchdorfs WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Situation für die Lehre völlig verändert. Gab es um 2008 noch mehr Lehrstellensuchende als Lehrstellen, so werden seit Jahren Jugendliche, die eine Lehre starten wollen, von den Ausbildungsbetrieben umworben. „Das hängt natürlich auch mit der Struktur unseres Wirtschaftsstandortes „Bezirk Kirchdorf“ zusammen. Die regional starke Industrie und Handwerksbetriebe haben sich hervorragend entwickelt uns sind zu einem starken Ausbildungsfeld geworden“, sagt Klaus Aitzetmüller.

Lehre im Tourismus

Diese Tatsache spiegelt sich auch in der Anzahl der jeweiligen Lehrlinge wieder. Mit Ende September führen 277 Metalltechniker, gefolgt von 79 Einzelhandelslehrlingen, 73 Elektrotechniker und 69 Gastronomielehrlingen die Hitliste an. Gerade auch die Tourismuswirtschaft sucht seit Jahren sehr intensiv nach Lehrlingen. Insgesamt werden 126 Berufe in den regionalen Unternehmen ausgebildet. Was es gerade jetzt braucht, ist ein noch stärkeres Bewusstsein für die Zukunftschance der Lehre. „Wer soll denn künftig die Produkte und Gewerke herstellen und die erstklassigen Dienstleistungen bieten? Da braucht es engagierte junge Menschen, die bereit sind sich und die Produkte immer weiterzuentwickeln“, betont Kirchdorfs WKO-Obmann.


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