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KREMSMÜNSTER. Im September absolvierten die ersten fünf Lehrlinge die Abschlussprüfung des neuen Lehrberufes „Geo-Informationstechnik“. Eine neue Klasse mit acht Lehrlingen startet noch im November in der Berufsschule Kremsmünster.

  1 / 3   Der ausgelernte Geoinformationstechniker Julian Tötsch arbeitet in der Landesforstdirektion als GIS Sachbearbeiter für die Abteilung Forstplanung. Foto: Roland Noichl

Geoinformationstechnik ging aus dem Lehrberuf Kartografie hervor. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre. Geoinformationstechniker kümmern sich um die Verwaltung, Bearbeitung, Analyse und Darstellung von Geodaten. Das sind Daten mit Raumbezug, welche die Frage beantworten „Wo ist was?“. Typische Geodaten sind das Verkehrsnetz, die Flächenwidmung, der Grundstückskataster und die Waldbestandsdaten. Geodaten sind vor allem in der öffentlichen Verwaltung sehr häufig, weiters in der Energieversorgung, im Telekommunikationsbereich, in der Tourismuswirtschaft, in der Forstwirtschaft und im Umweltmonitoring. Zudem berechnen Geoinformationstechniker neue Daten aus vorhandenen Daten und erzeugen so neue Geodaten, die als Grundlage für Entscheidungen in Verwaltung und Wirtschaft dienen.

Die Lehrlinge werden beispielsweise in Ingenieurbüros, Landes- und Stadtverwaltungen sowie kartografischen Verlagen ausgebildet. Geeignet sind die Absolventen auch für die Gemeindeverwaltung (Bauamt).

Aufbereitung von Geodaten

Übergeordnetes Ziel der Geoinformationstechnik ist es, die Geodaten so aufzubereiten, dass bestimmte Informationen einer bestimmten Zielgruppe rasch und unmissverständlich übermittelt werden können. Geoinformationstechniker erstellen Karten und 3D-Visualisierungen von Karteninhalten. Neben dem klassischen Ausgabemedium Papier steht verstärkt auch die internetbasierte Präsentation von Geodaten im Fokus. Ein aktuelles Beispiel ist die grafische Darstellung von Österreich im Zusammenhang mit Daten rund um Corona.


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