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BEZIRK KIRCHDORF. Die Langzeitarbeitslosigkeit steigt Monat für Monat. Im Bezirk Kirchdorf waren per Ende Jänner 346 Personen länger als sechs Monate beim AMS arbeitslos gemeldet, das sind 23 Prozent aller Vorgemerkten. Die Bezirks-SPÖ fordert nun eine Joboffensive für Langzeitarbeitslose.

SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster (Foto: SPÖ)
SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster (Foto: SPÖ)

„Viel zu lange schon ignorieren Bund und Land die Langzeitarbeitslosigkeit. Wann wird endlich der Kopf aus dem Sand gezogen und aktiv um Arbeitsplätze gekämpft?“, fragt sich SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster und betont: „Auf der einen Seite gibt es Menschen, die eine Arbeit suchen und auf der anderen Seite viele notwendige Tätigkeiten direkt bei uns im Bezirk. Es wird Zeit, das endlich zu verbinden. Eine Joboffensive für Langzeitarbeitslose ist eine konkrete Maßnahme gegen die Krise.“

In den Anti-Corona-Servicezentren könnten Arbeitsplätze geschaffen werden

Lancaster nennt mit den Anti-Corona-Servicezentren gleich einen konkreten Bereich, in dem Arbeitsplätze geschaffen werden können. Die Anti-Corona-Servicezentren sollen eine Anlaufstelle fürs Testen und Impfen darstellen. Das notwendige Personal könnte aus dem Bereich der Langzeitarbeitslosen befüllt und durch die öffentliche Hand finanziert werden. Aber auch im Bereich der Kindergärten, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen könnte, laut Lancaster, zusätzliches Personal aufgenommen werden. Im ersten Schritt sind somit 1000 Arbeitsplätze schnell umsetzbar.

Recht auf Arbeit

Die von der SPÖ schon länger geforderte Joboffensive richtet sich an jene Personen, die sie am dringendsten benötigen, weil sie sonst keine Chancen mehr am Arbeitsmarkt haben. Um Kosten und Mitnahmeeffekte einzugrenzen, bieten sich, laut SPÖ, zwei Kriterien zur Definition der Zielgruppe an: Einerseits ein höheres Alter, weil ältere Beschäftigungslose eine viel geringere Wahrscheinlichkeit haben, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Sie brauchen aber eine Perspektive, sonst droht die Altersarmut. Zweitens die Dauer der vorangegangenen Arbeitslosigkeit, um jene Personengruppe zu unterstützen, die schon am längsten unter der Arbeitslosigkeit leidet. „Aus diesen Gründen macht es Sinn, eine Jobgarantie zunächst für alle Langzeitbeschäftigungslosen mit einem Alter ab 50 Jahren, die einen Anspruch auf eine AMS-Leistung haben, einzuführen. Perspektivisch gilt es, allen Menschen ,ein Recht auf Arbeit' zu ermöglichen. International werden staatlich geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose diskutiert und gelobt. Mit der Jobgarantie könnte Langzeitarbeitslosigkeit verschwinden – samt ihren negativen Auswirkungen für Mensch und Gesellschaft“, weiß Bettina Lancaster.


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