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Gesamtverkehrskonzept für Kirchdorf: Kreuzungszählungen und Parkraumerhebung als erste Schritte geplant

Susanne Winter, MA, 23.04.2021 15:01

KIRCHDORF AN DER KREMS. Der Verkehr ist in Kirchdorf seit Jahren ein Thema. Nun packt es der Gemeinderat an und für die Bezirkshauptstadt wird ein Gesamtverkehrskonzept erarbeitet. Erste konkrete Schritte sind Kreuzungszählungen sowie eine Parkraumerhebung.

  1 / 2   Planskizze als Bürgerbeteiligungsbeitrag der Brüder Christoph und Gregor Radinger (Foto: Christoph und Gregor Radinger (Planskizze))

Die vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Erstellung eines Gesamtverkehrskonzeptes für Kirchdorf ist am Donnerstag, 22. April, in seine Ausarbeitungsphase gegangen. In einer sehr konstruktiven ersten Arbeitsgruppensitzung, in die sich alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen eingebracht und Bürgermeisterin Vera Pramberger (SPÖ) sowie Verkehrsstadtrat Gerhard Holzinger (Die Grünen) teilgenommen haben, konnte die Verkehrssituation aus vielen verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Ideen, um bekannte Verkehrsproblematiken anzupacken

Gleich zu Beginn wurde festgestellt, dass bereits aus der Vergangenheit sehr innovative Ideen vorliegen, wie man bekannte Verkehrsproblematiken anpacken könnte. Eine alternative Nordausfahrt sowie Kreisverkehrsregelungen, die bisher vom Land OÖ abgelehnt wurden, kamen dabei genauso zur Sprache wie Über- oder Unterführungen der B138. Besonderes Augenmerk wurde auf neuralgische Punkte wie etwa die Situation vor den Schulzentren oder eine sichere Radwegverbindung von Schlierbach nach Micheldorf gelegt. „Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Querung der B138 ein zentrales Problem darstellt, das etwa durch eine Überführung für Fußgänger und Radfahrer entschärft werden könnte. Eine eigene Anbindung des wachsenden Stadtteils westlich der B138, um die Garnisonstraße zu entlasten, fand ebenfalls breite Zustimmung. Auch kreativere Ideen wie eine ,Fahrrad-Autobahn' oder Rechtsabbiegen bei Rot wurden eingebracht – was davon umsetzbar ist, muss natürlich im Detail diskutiert werden“, so FPÖ-Fraktionsobmann Christoph Colak. In der Detailbetrachtung einzelner Straßenzüge des Stadtgebietes haben die Teilnehmer nicht nur Problemstellen betrachtet, sondern vor allem auch die vielen bereits bestehenden positiven Gegebenheiten herausgearbeitet.

Lösungsansätze notiert

„Alle Anliegen und Vorschläge, die persönlich oder auch schriftlich an mich übermittelt wurden, habe ich in diese erste Bestandsaufnahme eingebracht. Ebenso alle Anregungen, die uns als SPÖ aufgrund unseres Aufrufes erreicht haben. Neben vielen bereits bekannten verkehrstechnischen Ansichten haben wir uns damit bereits nach der ersten Arbeitssitzung nicht nur ein gutes kompaktes Bild über die Gesamtsituation machen können, sondern auch schon einige Lösungsansätze notiert“, berichtet Bürgermeisterin Vera Pramberger.

Fünf Kreuzungszählungen sowie eine Parkraumerhebung

Als weitere Schritte wurde beschlossen, fünf Kreuzungszählungen im Stadtgebiet sowie eine Parkraumerhebung durchzuführen. Nach Vorliegen der entsprechenden Ergebnisse wird sich die Arbeitsgruppe voraussichtlich noch vor den Sommerferien erneut treffen und unter Leitung der Verkehrsplanungsfirma „komobile“ weiterarbeiten. „In der nun bestehenden Arbeitsgruppe sehe ich viel Potential, da das erste Treffen sehr harmonisch funktioniert hat. Viele gute Ideen wurden vorgestellt. Die Parteipolitik sollte in solchen Angelegenheiten hintan gestellt werden, hier geht es um viel Wichtigeres“, betont ÖVP-Bürgermeisterkandidat Alex Hauser.

Bürgerbeteiligung erwünscht

Bürgerbeteiligung an der Ausarbeitung dieses Konzeptes ist nach wie vor möglich und erwünscht. Alle Interessierten können ihre Vorschläge, Anregungen oder Feststellungen jederzeit bei Bürgermeisterin Vera Pramberger oder beim Verkehrsstadtrat Gerhard Holzinger einbringen, die sie verlässlich in das Projekt einfließen lassen werden.


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