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Bürgermeister Leo Bimminger möchte Pettenbachern ein Vorkaufsrecht beim Grundstückserwerb einräumen (Update 3.5., 08.45 Uhr)

Susanne Winter, MA, 30.04.2021 09:55

PETTENBACH. Bürgermeister Leo Bimminger (ÖVP) betont: „Einheimische müssen bei Grundstückskauf Vorrang haben“.

Bürgermeister Leo Bimminger (Foto: Marktgemeinde Pettenbach)
Bürgermeister Leo Bimminger (Foto: Marktgemeinde Pettenbach)

Unter dem Motto „Der Zukunft Raum geben“ möchte Bürgermeister Leo Bimminger in Pettenbach noch in diesem Jahr einen Prozess zur aktiven Raumordnungspolitik und zur Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzepts starten. Dabei sollen Entscheidungsgrundlagen herausgearbeitet werden wo Faktoren wie Naturschutz, Umwelt und Mobilität mitberücksichtigt werden. Neben dem sparsamen Umgang mit Grund und Boden, haben die Sicherstellung von Bauland und Wohnraum vor allem für die einheimische Bevölkerung, seitens des Bürgermeisters, oberste Priorität.

Mindestens die Hälfte des Baulands Pettenbacher Gemeindebürgern vorbehalten

Dazu hat der Ortschef auch bereits eine konkrete Vorstellung: Neben der bereits bestehenden Bauverpflichtung innerhalb von fünf Jahren, soll bei künftigen Umwidmungen mit dem Widmungswerber vereinbart werden, dass mindestens die Hälfte des Baulands zu ortsüblichen Preisen Pettenbacher Gemeindebürgern vorbehalten wird beziehungsweise Einheimische ein generelles Vorkaufsrecht haben. „Damit möchte ich dem starken Zuzug entgegenwirken und den Einheimischen die Möglichkeit geben in Pettenbach bleiben zu können“, sagt Leo Bimminger.

Stellungnahme des Raumordnungsreferenten der Marktgemeinde Pettenbach

Landtagsabgeordneter Vizebürgermeister Michael Gruber dazu: „In einer Allparteiensitzung unter der Leitung von Michael Gruber, wurde einstimmig eine allgemeine Überarbeitung des Flächenwidmungsplanes mit folgenden Zielen beschlossen: Erstens Entwicklungsflächen zu definieren, um Flächenfraß und Wildwuchs entgegenzuwirken, sowie bestehende Infrastruktur vorrangig zu nutzen. Zweitens den Pettenbachern eine Möglichkeit zu geben, sich in ihrem Heimatort mit Priorität anzusiedeln. Wir haben Punkt Zwei jedoch nicht nur auf das Bauland, sondern auch auf das Wohnungswesen bezogen und so habe ich, wie bereits größtenteils üblich, mit den Genossenschaften ein Vergaberecht der Gemeinde besprochen, auch mit dem Vorteil unserer Jugend leistbare Kleinwohnungen zu sichern. Zusammengefasst eine 'grandiose' Idee des Herrn Bürgermeister, jedoch nicht von ihm, sondern sicherlich der Nervosität im Wahljahr geschuldet. Ich gehe davon aus, dass alle Parteien ähnliche Forderungen in ihren Programmen erheben werden, gerade heuer tun sich viele Ankündigungsexperten hervor, welche sich in den vergangenen Jahren in Zurückhaltung geübt haben. Für meine Politik galt und gilt, egal welches Programm – umgesetzt wird was einen Sinn ergibt und machbar ist“, stellt Gruber klar.


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