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SPITAL AM PYHRN. Rund 640 Almen mit über 6.000 Hektar Fläche weisen die Regionen Salzkammergut und Pyhrn-Priel auf. Auf einer davon, der Stefansbergalm in Spital am Pyhrn, stellten Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) und Obmann des OÖ Almverein und Edlbachs Bürgermeister (ÖVP) Johann Feßl im Rahmen einer Pressekonferenz die Neuauflage des Almenkataloges „ALManach Oberösterreich“ vor.

  1 / 7   (v.l.) Thomas Stelzer, Max Hiegelsberger und Johanna Ellmauer bei der Stefansbergalm (Foto: Sophie Kepplinger)

Bei herrlichem Sonnenschein und mit Blick auf die Haller Mauern präsentierten Landeshauptmann Thomas Stelzer, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Obmann des OÖ Almvereins Johann Feßl die 15. Auflage des Almenkataloges „ALManach Oberösterreich“. Darin sind 70 ausgewählte Almen und Wanderrouten aus dem Salzkammergut und 49 aus der Pyhrn-Priel Region vorgestellt sowie Wissenswertes über die Almenlandschaft Oberösterreichs. „Oberösterreichs Almen sind nicht nur Erholungsraum und beliebte Ausflugsziele, sondern auch ein Wirtschaftsraum“, so Thomas Stelzer zu Beginn der Pressekonferenz auf der Stefansbergalm in Spital am Pyhrn. Mit Blick auf das Winklerkar und den Kleinen Pyhrgas betonte der Landeshauptmann, wie wichtig der Zusammenhalt und das Miteinander zwischen Tourismus, Wirtschaft und Erholungssuchenden sei. Diese Themen finden sich auch im „ALManach Oberösterreich“ wider, der erstmals 1997 aufgelegt und bereits mehr als 55.000 Mal verkauft wurde.

Gegenseitige Rücksichtnahme das Um und Auf

Oberösterreichs Almen sind ein wichtiger Teil der lebendigen und traditionsbewussten Landwirtschaft Oberösterreichs und prägen das Land. In Oberösterreich werden 422 Almen mit insgesamt 36.500 Hektar Fläche, darunter auch weitläufige Waldflächen, bewirtschaftet. „Viele wussten gar nicht, was unsere schöne Region zu bieten hat“, so Max Hiegelsberger. Mit der Corona-Krise habe sich dies aber geändert. Vor allem im vergangenen Jahr seien die Besucherzahlen auf Oberösterreichs Almen gestiegen, die Menschen entdeckten die Almlandschaft für sich. „Diese einzigartige Kulturlandschaft haben wir dem Idealismus und dem Einsatz der Almbauern zu verdanken. Die Erhaltung muss unser aller Anliegen sein, dazu gehört auch gegenseitige Rücksichtnahme auf den bewirtschafteten Flächen“, betonte der Agrar-Landesrat.

Aufklärungskampagne mit Folder und Informationstafeln

Um dieses Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme weiter zu stärken, erarbeiteten die betroffenen Institutionen – vom Almverein über die landwirtschaftliche Vertretung bis hin zu den touristischen Akteuren – eine gemeinsame Aufklärungskampagne und eine Versicherungslösung für die Almbewirtschafter. Der Folder „Miteinander auf Österreichs Almen“ fasst das richtige Verhalten in zehn einfachen Regeln zusammen. Zudem wurden über 1.000 Informationstafeln auf den Almen aufgestellt. „Die Menschen sind aufmerksamer im Umgang mit weidenden Tieren und halten sich an die Regeln. Von unseren Almbauern kamen dazu viele positive Rückmeldungen“, berichtete Johann Feßl, Obmann des OÖ Almverein und Bürgermeister von Edlbach.

Einsatz der Almbauern

Hinter der aufrechten Almbewirtschaftung stehen viele Anstrengungen. Nicht nur auf den Hochweiden und Almen selbst sind die Senner gefordert. Auch in die Vorbereitung der Tiere, die notwendige Infrastruktur und die weitergehende Pflege der Almen fließen tausende Arbeitsstunden. „Dass wie in Oberösterreich auch heute noch eine lebendige Almwirtschaft aufweisen, ist ein Beweis für die starke Landwirtschaft und den sozialen Zusammenhalt in den Bergregionen des Landes“, sagte Johann Feßl.

Ansturm auf die Almen erwartet

Johann Feßl rechnet heuer mit einem Ansturm auf die Almen, der sowohl gewünscht, als auch nach gewissen Regeln verlangt: „Wegen des verspäteten Aufsperrens durch die Corona-Krise wird der Besucheransturm auf unsere Aknen sicher noch einmal um einiges mehr sein. Das ist auch gut so, denn unsere Almbauern brauchen die Gäste, um die Umsatzeinbußen wieder aufzuholen. Dass beim Besuch auf der Alm seitens der Besucher gewisse Regeln einzuhalten sind, sollte dabei klar sein.“


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Sölkner
Sölkner
03.06.2021 05:33

Gewinnspiel

Ich würde gerne den Almführer gewinnen