Landesvorsitzende der "Frau in der Wirtschaft" auf Bezirkstour
BEZIRK KIRCHDORF. 46,3 Prozent aller Einzel-Unternehmen im Bezirk Kirchdorf werden von Frauen geführt. Gerade während der Corona-Krise waren für die Unternehmerinnen zusätzliche Herausforderungen zu bewältigen. Margit Angerlehner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich und Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ (FidW) machte sich im Zuge eines Bezirksbesuches ein Bild von der sehr guten wirtschaftlichen Lage im Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“.

„Die letzten Monate brachten gewaltige Herausforderungen für die Unternehmerinnen mit sich. Viele mussten sich mit Schließungen, Einschränkungen und Home-Schooling befassen“, betont die Landesvorsitzende von FidW. Die Unternehmerinnen seien aber wieder voller Tatendrang und leisten einen gewaltigen Beitrag zur regionalen Lebensqualität. Trotz allem: Die Auswirkungen seien laut Angerlehner nach wie vor spürbar. Bei einem Besuch des Unternehmens „Stilsicher Floristik“, dem Unternehmen von FidW-Vorsitzender Joanna Kuttner, zeigte sich, dass derzeit noch immer viele Hochzeiten verschoben werden. „Dieses ständige Verschieben, Termine suchen, nicht sicher sein, ob es tatsächlich möglich wird, ist schon Nervenaufreibend und kostet viel Zeit“, sagt Joanna Kuttner, die auch als Hochzeitsplanerin tätig ist. In den letzten Monaten wurde versucht, Neues auszuprobieren und das Sortiment entsprechend zu erweitern. „Der Zeitaufwand ist für die Unternehmerinnen enorm. Viele nutzten die Zeit um Neues auszuprobieren. Das braucht am Anfang noch ein intensiveres Befassen“, sagt die FidW-Landesvorsitzende Margit Angerlehner.
Riegelfabrik in Kremsmünster
Die letzten Monate brachten auch Veränderungen. Die Unternehmerin Tina Dobetsberger ist mit ihrer Riegelfabrik in Kremsmünster ist gut unterwegs. In den eigenen vier Wänden gestartet, ist daraus ein sechs Mitarbeiter starkes Unternehmen mitten in Kremsmünster geworden. Gemeinsam mit ihrem Mann Micha betreibt sie nun zusätzlich zu ihren bisherigen Vertriebskooperationen auch den firmeneigenen Online-Shop unter www.riegelfabrik.at. „Einfach toll zu sehen wie aus Ein-Personen-Unternehmen wachsen. Das braucht viel Engagement“, sagt Margit Angerlehner. Schon jetzt ist die Unternehmerin Tina Dobetsberger mit den nächsten Herausforderungen konfrontiert. „Es läuft wirklich gut und wir sind ein super Team. Unsere Rohstoffe kommen soweit es möglich ist aus der Region. Für bestimmte Sorten unsere Endprodukte benötigen wir aber zum Beispiel Biofrüchte wie die Ananas aus anderen Ländern. Die werden im Moment knapp“, schildert Tina Dobetsberger die derzeitige Situation.
Unternehmerinnen tragen zu Lebensqualität bei
Gleichzeitig bleibt die Unternehmerin aus Kremsmünster so optimistisch wie möglich: „Wir werden eine Lösung finden. Im letzten Lockdown gab es plötzlich keine geschälten Erdnüsse mehr am Markt. Dann haben wir tausende Kilo von Erdnüssen im Unternehmen aufbereitet.“ Für den regionalen Wirtschaftsstandort sind die Unternehmerinnen von wesentlicher Bedeutung. „Es muss uns alle Bewusst sein, dass die Unternehmer mit den angebotenen Produkten und Dienstleistungen wesentlich zur guten Lebensqualität des Wirtschaftsstandortes beitragen“, sagt Kirchdorfs WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Das Netzwerk Frau in der Wirtschaft sei ihm dabei ein großes Anliegen. Mit der fixen Vertretung der Bezirksgruppe „Frau in der Wirtschaft“ werden diese speziellen Themen in den Bezirksstellenausschuss getragen und dort entsprechend auch bearbeitet.


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