ÖVP, FPÖ und Grüne beschließen ihren Antrag auf eine Änderung im Personalaufnahmeprozess der Stadt Kirchdorf
KIRCHDORF AN DER KREMS. ÖVP, FPÖ und Grüne haben in der vergangenen Gemeinderatssitzung gemeinsam einen Antrag auf eine Änderung im Personalaufnahmeprozess der Stadt Kirchdorf eingebracht und beschlossen.

In Zukunft sollen die beratenden und über Personalaufnahmen entscheidenden politischen Mandatare die Möglichkeit haben, sich selbst durch die Teilnahme an den Vorstellungsgesprächen einen persönlichen Eindruck von den Bewerbern zu verschaffen. Die SPÖ stimmte dagegen. Die Absicht ist durch diese Änderung des Prozesses eine bessere Entscheidungsfindung zu unterstützen und dadurch mehr Transparenz und Objektivität zu erreichen. Die Intention der Antragsteller ist und war auf die Verbesserung dieses Prozesses gerichtet.
Ausgewogenes Verhältnis zwischen politischer und administrativer Verantwortung
Die antragstellenden Fraktionen freuen sich über die mehrheitliche Zustimmung zum gestellten Antrag. Generell sei die Übernahme politischer Verantwortung für Entscheidungen auf sachlich fundierter Basis durch von den Kirchdorfer Bürgern gewählten politischen Vertretern zu begrüßen. Im Rahmen einer konstruktiven Zusammenarbeit soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen politischer Verantwortung der gewählten Mandatare und administrativer Verantwortung durch die Beschäftigten im Gemeindedienst herrschen, um gemeinsam für Kirchdorf bestmöglich gestalten und den laufenden Betrieb umsetzen zu können.
„Einstellungsgespräche mit einem großen Bewerbungskomitee den Bewerbern kaum zumutbar“
SPÖ-Stadtparteivorsitzende Bürgermeisterin Vera Pramberger sagte bereits im Vorfeld der Gemeinderatssitzung: „Mit diesem Aktionismus, der parteipolitischen Einfluss auch in die Bewerbungsgespräche bringen wird, erweist man der Objektivität einen schlechten Dienst. Mir ist unverständlich, warum man Personalentscheidungen weiter politisieren möchte. Es ist den Bewerbern kaum zumutbar, dass diese bei den Einstellungsgesprächen künftig mit einem großen Bewerbungskomitee konfrontiert werden. Damit ist wohl auch klar, dass man mit diesem Dringlichkeitsantrag in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Wahl wohl nur Wahlkampf betreiben will.“


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