WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller: "Die Lehre wird immer wertvoller"
BEZIRK KIRCHDORF. In den vergangenen Monaten konnte die Wirtschaftskammer Kirchdorf wieder ein leichtes Steigen der Lehrlingszahlen feststellen. Trotz allem bleiben dieses Jahr etwa 80 Lehrplätze unbesetzt.

„Lehrlinge werden immer wertvoller – nicht nur für Unternehmen, sondern für unsere allgemeine Lebensqualität“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Das Bewusstsein für diese Entwicklung müsse aber noch deutlich in der Öffentlichkeit geschärft werden. Gerade in den vergangenen beiden Jahren verzeichnete die Region einen leichten Rückgang bei den Lehrlingszahlen. Diese sei zwar auf die demografische Entwicklung zurückzuführen aber auch darauf, dass der Wert der Lehre in der Gesellschaft noch nicht ganz dort ist, wo dieser eingereiht werden müsse.
Lehrlingszahlen steigen leicht
„In den letzten Monaten können wir wieder ein leichtes Steigen der Lehrlingszahlen feststellen. Dennoch, etwa 80 Lehrplätze bleiben das Jahr über unbesetzt“, sagt WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas. Mit Stichtag 28. Februar wurden 254 Lehrlinge im ersten Lehrjahr gezählt. Das sind sechs mehr als im Vorjahr. „Da ist nur ein leichter Aufwärtstrend. Es braucht die gesamte regionale Anstrengung in diesem Bereich. Produktionen wie auch tagtägliche Dienstleistungen können wir in Zukunft nur so sichern“, sagt Klaus Aitzetmüller. Schon jetzt weist die AMS-Statistik für den Bezirk Kirchdorf 1.294 offene Stellen aus. Die Anforderung für die meisten offenen Stelle ist eine Lehrausbildung.
„Jobweek“ – der nächste Schritt
Um den Bedarf und die Chancen mit einer Lehre immer wieder sichtbar zu machen, braucht es immer wieder neue Formate. „Mit der OÖ Jobweek bieten wir den Ausbildungsbetrieben wieder eine Möglichkeit, sich als Arbeitgeberbetrieb bestens zu präsentieren“, sagt der WKO-Obmann. Dass das Format auf Interesse stößt zeigen auch die ersten Anmeldungen von Besuchern auf der Homepage. „Mehr als 70 Veranstaltungen in der Region werden im Zuge der OÖ Jobweek von Unternehmen angeboten“, so Siegfried Pramhas.
Bewerbungen jederzeit abgeben
Einen richtigen Bewerbungszeitpunkt gibt nicht mehr. Die Ausbildungsbetriebe versuchen bis Mitte Februar mit möglichst vielen Jugendlichen die zukünftige Ausbildungszusammenarbeit zu fixieren. „Aus den Gesprächen wissen wir, dass Ausbildungsbetriebe für Bewerbungen nach wie vor offen sind. Einfach das Gespräch, den Kontakt suchen!, empfiehlt Klaus Aitzetmüller.


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