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Greiner bei Klimakonferenz: als Unternehmen ehrlich und ernsthaft Nachhaltigkeitsziele umsetzen

Susanne Winter, MA, 18.11.2022 10:54

KREMSMÜNSTER. Anlässlich der UN-Klimakonferenz (Climate Change Conference), kurz COP27, in Scharm El-Scheich (Ägypten) lud die Greiner AG mit Sitz in Kremsmünster unter dem Titel „Wer, wenn nicht wir?“ zu einem Pressegespräch. Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner AG stellte sich den teils kritischen Fragen der Journalisten bezüglich Nachhaltigkeit.

Axel Kühner, CEO der Greiner AG (Foto: Greiner AG / Daniel Waschnig)
Axel Kühner, CEO der Greiner AG (Foto: Greiner AG / Daniel Waschnig)

Eine Delegation der Greiner AG tauschte sich bei der COP27, direkt in Scharm El-Scheich, mit verschiedensten Personen, NGOs und Unternehmen aus, um neue Blinkwinkel und Lösungsansätze zum weltweiten Klimaschutz zu besprechen. Denn als Kunststoff- und Schaumstoffhersteller sieht sich Greiner als Teil der Lösung, um die Klimakrise zu bekämpfen.

Als Unternehmen unabhängig von Staaten agieren

Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner AG betonte in seiner Rede, dass es wichtig sei, als Unternehmen unabhängig von den gesetzten Schritten der Staaten zu agieren: „Wir müssen unseren eigenen Weg gehen und können uns nicht von Staaten abhängig machen. Wir sollten nicht warten, bis die Politik Schritte setzt, sondern verlangen, dass wir von der Politik beim Erreichen unserer Ziele unterstützt werden. Ich bin kein großer Freund von staatlichen Regulierungen, aber manchmal braucht es sie, um in machen Bereichen schneller in die Gänge zu kommen.“ Zudem sei es wichtig, dass nicht nur Industrieländer, sondern auch Industrieunternehmen einen Konsens hätten.

„Science Based Targets“ eingereicht

Greiner zeigt es vor und hat neben der Formulierung von Nachhaltigkeitszielen im sogenannten „Blue Plan“ vor kurzem auch die „Science Based Targets“, das sind Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen, bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereicht. Diese konzentrieren sich auf die Menge an Emissionen, die reduziert werden muss, um die Ziele des Pariser Abkommens – die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius – zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten drei bis vier Monaten diese Ziele bestätigt bekommen“, berichtet Axel Kühner. Greiner ist damit eines von nur rund 30 österreichischen Unternehmen, die diese Reduktionsziele eingeführt haben. „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, um die Begrenzung auf 1,5 Grad Erderwärmung zu erreichen“, sagt Kühner.

„Mit unseren Produkten etwas Gutes tun“

Laut Kühner sei es wichtig, konkrete Maßnahmen zu setzen, auf die man als Unternehmen hinarbeitet. Bei Greiner sei das unter anderem, „sich mit dem Lebensende unserer Produkte auseinanderzusetzen und uns zu fragen, ob unsere Produkte wirklich einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Wir haben eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, sicherzustellen, dass wir wirklich etwas Gutes tun.“

Erneuerbaren Energiequellen und Zirkularität der Produkte

Beispielsweise hat sich Greiner im Bereich der Energie ein klares Ziel gesetzt: „Bis 2030 sollen 100 Prozent der von uns eingesetzten Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen. In Österreich haben wir das mit unserer Photovoltaik-Strategie schon erreicht.“ Weiters will Greiner – mit viel Einsatz von Innovation – Produkte umgestalten, um sie besser recyceln zu können. „Bis 2025 sollen 100 Prozent unserer Verpackungen wiederverwertbar, rezyklierbar oder kompostierbar sein. Wir haben bereits damit begonnen, unsere eigenen Rezyklate herzustellen und dazu ein Unternehmen in Serbien gekauft“, berichtet Axel Kühner.

Ehrlich und ernsthaft Nachhaltigkeitsziele umsetzen

„Wir müssen uns überlegen, was braucht es, um auch wirklich ehrlich und ernsthaft Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Diese müssen beispielsweise auch mit wirtschaftlichem Erfolg einhergehen“, erklärt Axel Kühner und weiß: „Für alles einen detaillierten Plan zu haben ist nicht möglich. Aber wenn Sie mich fragen, ob wir unsere Ziele bis 2030 erreichen können? Ja davon bin ich überzeugt.“ Der Vorstandsvorsitzender der Greiner AG kündigte auch ein großes Investitionsprogramm für kommendes Jahr an.


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