Schule und Wirtschaft: Selbes Ziel, gleiche Herausforderungen
BEZIRK KIRCHDORF. Pädagogen und Unternehmensvertreter aus der Region trafen sich, um über gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. Dabei wurde auch die demografische Entwicklung im Bezirk Kirchdorf gemeinsam genauer unter die Lupe genommen.

Ein Blick auf die zukünftigen Schülerzahlen zeigt: Diese werden in den nächsten Jahren einmal mehr und einmal weniger stark schwanken. „Die regional wichtige Bildungsinfrastruktur richtet sich nach diesen Zahlen. Diese werden wiederum genutzt, um den Arbeitsmarkt der Zukunft einzuschätzen“, sagt WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas. Die Anzahl der Dreijährigen (Kindergartenalter) beträgt 2023 im Bezirk Kirchdorf 549. Achtjährige sind es immerhin 626. „Dieser Unterschied hat wesentliche Auswirkungen auf die Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Babyboomer gerade in diesen Jahren in die Pension gehen“, so Pramhas.
Jugendliche für die Lehre gewinnen
Der Lebens- und Wirtschaftsraum Bezirk Kirchdorf ist stark von der Sachgüterproduktion geprägt. Darum müsse man Jugendliche vor allem für eine duale Ausbildung beziehungsweise Lehre gewinnen - und die nötigen Ausbildungen dafür forcieren und attraktiveren. „Diese Schwerpunktunternehmen benötigen aber gleichzeitig Mitarbeiter, die eine kaufmännische Schulausbildung zu Grunde haben oder ein entsprechendes Studium“, sagt Pramhas.
Herausforderungen für Berufseinsteiger
Intensiv wurden auch die Herausforderungen für Berufseinsteiger diskutiert. „Die Anforderungen an die Pädagogen haben sich wesentlich verändert. Es braucht hier gegenseitiges Verständnis für die Tatsache, dass gesellschaftliche Umbrüche herrschen“, sagt Stefan Pirc, Schulqualitätsmanager der Bildungsregion Kirchdorf-Steyr. Oft fehlen Grundkenntnisse des täglichen Lebens, die Aufgabe der eigentlichen Wissensvermittlung gestaltet sich dadurch schwierig.
Schulen und Unternehmen ziehen an einem Strang
Die Teilnehmer sind sich schließlich einig: Besonders wichtig wird es sein, die Eltern mit ins Boot zu holen. „Es geht dabei um das Erläutern der Anforderungen und um das Vermitteln der vielen Möglichkeiten in der Berufswelt“, sind sich der Schulqualitätsmanager und WKO-Bezirksstellenleiter einig. Denn klares Ziel der Schulen wie auch Unternehmen ist es, weiterhin für eine ausgezeichnete Lebensqualität im Wirtschaftsstandort Bezirk Kirchdorf an einem Strang zu ziehen.


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