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KREMSMÜNSTER/WIEN/SPILLERN. Vor acht Jahren als Start-up gegründet, gehört Zeroplast mit Produktionsstandort in Spillern (Niederösterreich) nun unter dem Namen Greiner Zeroplast zu Greiner, einem weltweit führenden Unternehmen für Kunststoff- und Schaumstofflösungen mit Hauptsitz in Kremsmünster.

  1 / 3   Erik I. Lippert, Geschäftsführer von Greiner Zeroplast, und Philipp Kranewitter, Head of Coporate Incubation bei Greiner Innoventures (v.l.) vor dem Produktionsstandort von Greiner Zeroplast in Spillern (Niederösterreich) (Foto: Greiner AG)

Greiner Zeroplast entwickelt biobasierte Werkstoffe für die Spritzguss-Industrie als Alternativen zu heute gängigen Kunststoffen für den täglichen Gebrauch – etwa für Verpackungen. Das spritzgussfähige Material ist zu hundert Prozent nachhaltig sowie kreislauffähig und soll im nächsten Schritt zur Serienreife geführt werden. „Wir sehen uns als Innovator und denken Kunststoff neu, indem wir einzigartige biobasierte Werkstoffe für die industrielle Spritzgussfertigung entwickeln“, erklärt Erik I. Lippert, Geschäftsführer von Greiner Zeroplast.

Mit der neuen Tochtergesellschaft setzt Greiner einen weiteren Schritt hin zur innovativen und nachhaltigen Transformation des Unternehmens. Abgewickelt wurde der Kauf durch die unternehmenseigene Innovationsschmiede Greiner Innoventures. „Greiner Innoventures beobachtet nicht nur Trends, sondern sucht und identifiziert zukunftsweisende, innovationsträchtige Technologien. Durch die neue Tochtergesellschaft Greiner Zeroplast erhoffen wir uns neue Chancen im Bereich der alternativen Kunststoffe“, so Hannes Möseneder, Managing Director von Greiner Innoventures.

Angst vor interner Konkurrenz gibt es bei Greiner durch das neue Tochterunternehmen nicht, im Gegenteil: „Wir glauben, dass es beim Thema Innovation keine Denkverbote geben darf. Greiner gibt es seit mehr als 150 Jahren, begonnen hat alles mit handgefertigten Korkstopfen. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass manchmal radikale Innovationen notwendig sind, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können“, sagt Axel Kühner, CEO Greiner AG.

Förderung von Start-ups als Teil der Unternehmensstrategie von Greiner

Greiner Zeroplast ist nicht das erste Start-up mit einem Produktionsstandort in Spillern, das von Greiner gefördert wurde. Im Vorjahr hat sich Greiner Innoventures am Start-up Hempstatic beteiligt, das ebenso in Spillern sitzt und dort Paneele für Schalldämmungen aus Hanf produziert. Bei Greiner ist man schließlich überzeugt, dass beide Seiten – nämlich innovative Start-ups und die etablierte Industrie – enorm voneinander profitieren können, wenn sich die Ideen gut ergänzen und somit neue Chancen entstehen.


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