Qualität ist zukünftig noch stärkeres Messkriterium für regionale Betriebe
BEZIRK KIRCHDORF. Ob Industrie, Handwerk oder Landwirtschaft – die Unternehmen im Bezirk Kirchdorf fertigen qualitativ hochwertige Produkte.

Bei den regionalen Produkten oder Dienstleistungen von Betrieben sowie beim Standort im Gesamten spielt die Qualität die größte Rolle. Daher sind sämtliche Entwicklungen dieser Betrachtung genau zu prüfen.
Der Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ hat in vielen Bereichen Qualität zu bieten. Die regionalen Unternehmen sind sehr erfolgreich, weil sie hoch qualitative Produkte und Dienstleistungen bieten. „Der Markt wird wieder zunehmend qualitätsorientierter. Passt diese nicht, überleben es die Firmen langfristig nicht“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.
Qualität und Nachhaltigkeit sind eng verknüpft
Gerade die Nachhaltigkeit, die derzeit verstärkte Aufmerksamkeit aufgrund des Klimawandels bekommt, ist mit dem Kriterium „Qualität“ eng verknüpft. Diese wird damit zu einem Zukunftstreiber. Die Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen spielen in den nächsten Jahren auf EU-Ebene eine immer bedeutendere Rolle. Die gesetzlichen Vorgaben werden ebenfalls dahin gelenkt. „Das ist ein Aufwand, aber gleichzeitig ist damit eine Chance verbunden, die wir erkennen müssen. Bisherige Qualitätsstrategien verschaffen hier Vorteile“, ist sich der WKO-Obmann sicher.
In Qualität investieren
Gerade in der Sachgüterproduktion und im Handwerk spielt die Qualität eine wichtige Rolle, um vor allem mit den Billigprodukten mithalten zu können. „Regionale Unternehmen, die international tätig sind, können mit Qualität und Innovationen bei ihren Produkten und Dienstleistungen auf dem internationalen Bankett punkten“, sagt Aitzetmüller. Die höheren Kosten, die der Qualitätsstandort mit sich bringt, müssen entsprechend eingepreist werden und sind ein Kostennachteil.
Mitarbeiter sind ein bedeutender Faktor
Für eine positive Entwicklung brauchen Unternehmen gut ausgebildete Mitarbeiter. Dies gilt für die schulische und die duale Ausbildung. „Die Fachkräfte im Bezirk Kirchdorf werden bestens ausgebildet. Das ist eine Qualität, die für einen Standort wesentlich ist“, sagt der WKO-Obmann.
Der Wirtschaftsstandort Bezirk Kirchdorf bietet eine tolle Lebensqualität. Eine intakte Naturlandschaft für Arbeit, Wirtschaft und Freizeit. Für die regionalen Betriebe ist dies ein sehr wichtiger Faktor. „Es spricht sich herum, dass es sich im Bezirk Kirchdorf ausgesprochen gut leben lässt. Ein Faktor, der natürlich die Wirtschaft enorm unterstützt“, ist sich Klaus Aitzetmüller sicher.
Nicht viele Standorte können auf eine starke Industrie verbunden mit einem guten Tourismuspotenzial und herrlicher Natur verweisen. Der Standort hat vom Flachland bis zum alpinen Gelände auf einer Gesamtlänge von rund 80 Kilometern auch topografisch alles zu bieten.
1.387 bäuerliche Betriebe
Auch landwirtschaftlich gesehen bietet der Bezirk eine sehr große Vielfalt. Hier befinden sich 1.387 landwirtschaftliche Betriebe, davon sind 303 biologisch geführt. Auch die Vielfalt der Tierhaltung mit insgesamt 635 Rinderhaltern, 569 Schweinehaltern, 676 Geflügelhaltern, 186 Schafhaltern, 111 Ziegenhaltern und 351 Betrieben mit Milchanlieferung gilt als Qualitätsmerkmal der Region. Mehr als die Hälfte der Betriebe (753) zählt als Bergbauernbetriebe. Das bedeutet, die Flächen sind sehr steil und oftmals nicht maschinell, sondern nur mehr händisch zu bewirtschaften. 130 Direktvermarkter im Bezirk bieten ihre Produkte ab Hof, in Läden oder bei Märkten zum Kauf an.
„Die Landwirtschaft im Bezirk Kirchdorf ist sehr kleinstrukturiert und weist eine hohe Qualität auf“, betont Bezirksbäuerin Sabine Sieberer: „Die innovativen und aktiven Bauern probieren auch gerne einmal etwas Neues aus. Im Süden sind nach wie vor Grünlandbetriebe vorherrschend, es gibt hier aber auch neben den Kühen sehr viele Schafe und Ziegen. Derzeit wird das Produkt ,Kalb rosé' aufgebaut. Die Produzenten sind mit den Wirten in Kontakt. Je nach Bedarf wird geschlachtet und zur Gänze vermarktet.“
„Große Vielfalt zeichnet den Bezirk Kirchdorf aus“
„Wir sind im Bezirk Kirchdorf sehr vielfältig aufgestellt – das zeichnet unseren Bezirk aus“, weiß Bezirksbauernkammer-Obmann Andreas Ehrenhuber: „Die Produzenten sind gewillt, eine gute Qualität auf den Markt zu bringen.“ Die Teuerung mache jedoch auch der Landwirtschaft zu schaffen. „Wir können unsere Produkte auch nicht unter ihrem Wert verkaufen. Die hohen Auflagen verschlingen das Geld, dafür liefern wir viel hochwertigere Produkte“, erklärt Ehrenhuber.
WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller fasst zusammen: „Gesamt gesehen dürfen wir wirklich behaupten, der Bezirk Kirchdorf ist aufgrund seiner Initiativen und der vielen Projekte ein erstklassiger Qualitätsstandort in allen wichtigen Lebensbereichen. Diese Strategie ist eine Zukunftsstrategie und muss auf alle Fälle beibehalten werden.“


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