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Plötzlich Bürgermeisterin: Dagmar Fetz-Lugmayr erzählt über ihre drei Monate als Ortschefin

Susanne Winter, MA, 29.08.2023 19:08

KREMSMÜNSTER. Im November vergangenes Jahr nahm sich Kremsmünsters Bürgermeister Gerhard Obernberger (ÖVP) aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit. Vizebürgermeisterin Dagmar Fetz-Lugmayr (ÖVP) übernahm die Amtsgeschäfte, wie lange war zu Beginn noch ungewiss. Mit Tips sprach die 47-Jährige darüber, wie es ist, plötzlich über Nacht Ortschefin einer Marktgemeinde mit mehr als 6900 Einwohnern zu sein.

Vizebürgermeisterin Dagmar Fetz-Lugmayr am Balkon des Rathauses (Foto: Valentin Lugmayr)
Vizebürgermeisterin Dagmar Fetz-Lugmayr am Balkon des Rathauses (Foto: Valentin Lugmayr)

Zu Beginn ihrer interimistischen Amtsübernahme fand es Dagmar Fetz-Lugmayr nicht passend, darüber zu sprechen, der Ausgang war noch ungewiss. Jetzt, da es Bürgermeister Gerhard Obernberger wieder gesundheitlich besser geht, berichtet die Vizebürgermeisterin über ihre drei Monate als interimistische Bürgermeisterin in Kremsmünster.

Im November 2022, in der herausforderndsten Zeit des Jahres, vor Weihnachten mit vielen Feiern und Sitzungen, hat Dagmar Fetz-Lugmayr am Tag ihrer Übernahme der Amtsgeschäfte erfahren, dass sie auf unbestimmte Zeit Gerhard Obernberger vertreten soll. „Mit so einer Situation rechnet man nicht, das war für alle überraschend. Ich war sehr betroffen, als ich von Gerhards Gesundheitszustand erfuhr und bin jetzt froh, dass es gut ausgegangen ist“, berichtet die Vizebürgermeisterin, die von ihrem Arbeitgeber, dem Land OÖ, Sonderurlaub erhalten hat: „Das hat es mir sehr erleichtert. Viel Unterstützung bekam ich auch von Amtsleiter Reinhard Haider und den Gemeindebediensteten. Auch von der Bevölkerung habe ich viel Solidarität erhalten und fühlte mich von allen Fraktionen wertgeschätzt. Man ist in dieser Situation zusammengerückt, denn die Amtsgeschäfte müssen weitergehen.“

Respekt vor dem Amt

„Es war mir bewusst, dass viele Augen auf mich gerichtet waren. Ich habe viel Respekt vor dem Amt und allen, die es ausüben. Ich bestand in dieser Zeit immer darauf, weiterhin Vizebürgermeisterin genannt zu werden. Denn Bürgermeister war und ist immer noch Gerhard Obernberger“, erzählt Fetz-Lugmayr: „Das Amt bringt eine große Verantwortung mit sich. Meine Arbeitstage waren sehr lange, ich hatte meist eine Sieben-Tage-Woche. Ich arbeitete immer mit dem Ziel, das Bestmögliche für Kremsmünster zu machen. Es ist schön, dass man Menschen helfen und ihnen Anerkennung zusprechen kann, dass man Missverständnisse aufklären und etwas bewirken kann. Die Zeit, die man einbringt, lohnt sich“, findet Dagmar Fetz-Lugmayr positive Worte über das Bürgermeister-Amt. Ob sie sich vorstellen könne, einmal das Amt zu übernehmen? „Jetzt ist Gerhard Obernberger Bürgermeister und das passt so. Ich unterstütze ihn weiterhin bestmöglich. Wie es 2027 aussieht, wird man sehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, das Amt zu übernehmen.“


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