Aktion in Kirchdorf: Junge Linke fordern kostenlose Verhütungsmittel
KIRCHDORF AN DER KREMS. „Kostenlose Verhütungsmittel für alle unter 25“ — so lautet die Forderung der Jungen Linken. Mit einer Aktion am Simon-Redtenbacher-Platz in Kirchdorf an der Krems machte die KPÖ-Jugendorganisation auf das Thema aufmerksam und sprach mit jungen Menschen darüber, wie viel sie für Verhütung zahlen.

„Teure Verhütung ist vor allem für junge Menschen ein Problem. Viele würden anders verhüten, wenn sie es sich leisten könnten“, sagt die 19-jährige Sarah Graßauer, Sprecherin der Jungen Linken Kirchdorf. Um dem Problem Nachdruck zu verleihen, haben die Jungen Linken eine österreichweite Umfrage gestartet. Der letzte Verhütungsreport aus dem Jahr 2019 zeigt, dass drei von vier Frauen unter 20 Jahren auf eine besser wirksame Verhütungsmethode umsteigen würden, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Das Geld ist aber oft das Problem: Für gut wirksame Verhütungsmethoden, wie die Hormonspirale muss man auf einmal 500 Euro auf den Tisch legen. Das sei gerade für junge Menschen zu teuer und sorge dafür, dass sie mit weniger sicheren Methoden oder gar nicht verhüten.
Vorbild Frankreich
Es gibt aber auch Beispiele, wie es anders geht: In Frankreich sind Verhütungsmittel für alle unter 25 Jahren kostenlos. Das wollen die Jungen Linken auch für Österreich: „Gratis Verhütung heißt weniger ungewollte Schwangerschaften, weniger Stress, mehr Selbstbestimmung und dadurch besseren Sex. Das brauchen wir auch“, meint Sarah Graßauer.
Die große Verhütungsumfrage
Bis Ende Oktober kann man noch bei der Verhütungsumfrage der Jungen Linken mitmachen und dabei auch einen Jahresvorrat an Kondomen gewinnen. Mitmachen kann man auch online unter: www.jungelinke.at/besserer-sex


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