UN-Plastikabkommen: Greiner pocht auf Fortschritte bei bevorstehenden Verhandlungen
KREMSMÜNSTER. Das Kunststoffunternehmen Greiner mit Sitz in Kremsmünster setzt sich seit Jahren für ein globales Abkommen gegen Plastikverschmutzung ein. Die bevorstehende dritte Verhandlungsrunde für ein weltweites Plastikabkommen in Nairobi (Kenia) muss, laut Stefan Grafenhorst, Vice President of People & Sustainability bei Greiner, zu konkreten Fortschritten und erkennbaren Zielen führen.

Als ein weltweit führendes Kunststoffunternehmen setzt sich Greiner für ein globales und ambitioniertes Plastikabkommen ein. „Kunststoff ist ein wertvolles Material, das in der Umwelt nichts verloren hat. Daher braucht es weltweit verpflichtende Spielregeln für die Produktion, den Umgang und die Entsorgung. Europa sollte eine Vorreiterrolle einnehmen und sich für ein ambitioniertes Vertragswerk stark machen“, sagt Stefan Grafenhorst, Vice President of People & Sustainability bei Greiner.
Am 13. November startet in Nairobi die dritte von fünf Verhandlungsrunden für ein weltweites Plastikabkommen. Laut UNO gilt dieses Abkommen als das wichtigste internationale Umweltabkommen seit dem Pariser Klimaabkommen. Es geht darum, fast 200 UN-Mitgliedsstaaten zu einem Abkommen zu führen. Erstmals gibt es einen groben Entwurf, der nun konkretisiert werden soll. Im Fokus stehen dabei unter anderem Themen wie Finanzierung von Abfallmanagement-Strukturen und Entsorgungs-Systemen sowie Ziele zur Reduktion der Neuproduktion von Plastik. Auch Regeln zum Produktdesign oder der Hersteller-Verantwortung stehen auf der Tagesordnung.
„Für Greiner ist das Plastikabkommen wichtig, weil wir überzeugt sind, dass es eine globale Vereinbarung braucht, um die Plastikkrise zu lösen. Kunststoffe sind wertvolle Rohstoffe, die im Kreislauf geführt werden müssen. Es ist jedoch seit Jahren zu erkennen, dass wir dort ohne politische Regulierung nicht hinkommen“, so Grafenhorst.
Greiner hat sich bereits 2015 zum Ziel gesetzt, bis 2030 ein vollständig kreislauffähiges Unternehmen zu sein. Zudem sollen alle Verpackungen der Sparte Greiner Packaging bis 2025 recyclebar, mehrwegfähig oder kompostierbar sein. Dort, wo es rechtlich zugelassen und wirtschaftlich sinnvoll ist, setzt Greiner bereits jetzt recycelten Kunststoff ein bzw. versucht, den Rezyklat-Anteil sukzessive zu erhöhen.
Auch die „Business Coalition for a Global Plastics Treaty“, der sich Greiner seit ihrer Gründung angeschlossen hat, begrüßt den vorliegenden Erstentwurf des Abkommens. Alle über 160 Unternehmen, NGOs und Finanzinstitute, die sich der Koalition angeschlossen haben, verpflichten sich dazu, das Plastikabkommen zu unterstützen, sobald es rechtskräftig ist. Die Verhandlungen sollen im April 2024 in Kanada fortgeführt und schließlich Ende 2024 in Südkorea abgeschlossen werden. Ein finales Abkommen ist damit erst ab 2025 zu erwarten.


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