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KIRCHDORF AN DER KREMS. Im Rahmen ihrer Bezirkstour gab der Landesobmann des OÖ Seniorenbundes LH a.D. Josef Pühringer gemeinsam mit dem Landesgeschäftsführer Franz Ebner und der Bezirksobfrau Hilde Baumgartner-Pichelsberger im Seniorenzentrum Kirchdorf einen Einblick in den Jahresschwerpunkt, die demografische Entwicklung und geplanten Veranstaltungen im Bezirk Kirchdorf.

von links: Bezirksobfrau Stellvertreter Franz Henzinger, Bezirksobfrau Hilde Baumgartner-Pichelsberger, Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer BR Vizepräsident Franz Ebner (Foto: OÖ Seniorenbund)

„Das Bild, das die Gesellschaft von der Generation 60 + hat, müssen wir dringend verändern. Wir sind nicht die, die am Stecken gebückt über den Kirchdorfer Stadtplatz gehen. Nicht die, die sinnlos die Wartezimmer besetzen oder an der Krems sitzen und Enten füttern. Der Großteil der Generation 60 + ist aktiv, vital und engagiert“, betont Josef Pühringer, Landesobmann des OÖ Seniorenbundes, zu Beginn des Pressegesprächs im Seniorenzentrum Kirchdorf.

Randvolle Seniorenagenda

Neben diesem, aus Sicht des OÖ Seniorenbunds, notwendigen Paradigmenwechsel, wie die Gesellschaft und die Politik die Senioren von heute und in der Zukunft sehen, gebe vor allem in vier Bereichen Handlungsbedarf: Pflegende Angehörige sollten noch besser unterstützen werden, die ärztliche Versorgung gesichert, eine finanzielle Sicherheit für Senioren ausgearbeitet und Altersdiskriminierung bekämpft werden.

Über 60-Jährige leisten in vielen Bereichen wichtigen Beitrag

„Senioren leisten enorm viel für unsere Gesellschaft. Sei dies ehrenamtlich in Vereinen oder zu Hause in der Familie. Sie sind nicht schutz- und hilfsbedürftig, sondern selbstständig und aktiv. Ob als Förderer der Wirtschaft oder als feste Säule des Ehrenamtes - die über 60-Jährigen leisten in vielen Bereichen einen wichtigen Beitrag. Deshalb möchten wir als Seniorenorganisation die Leute auf den Mehrwert aufmerksam machen und sie eines Besseren belehren“, so Bezirksobfrau Hilde Baumgartner-Pichelsberger.

Zahl der Senioren steigt in den nächsten 15 Jahren drastisch an

Ein Blick auf die demografische Entwicklung zeigt: durch den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Pensionsalter steigt die Zahl der Senioren in den nächsten 15 Jahren drastisch an. Der Anteil der Generation 60 + an der Gesamtbevölkerung wächst im Bezirk Kirchdorf von 2024 bis 2050, also in einem Viertel Jahrhundert, von 29,2 Prozent auf 38,7 Prozent. Während die Gesamtbevölkerung im Bezirk Kirchdorf in diesem Zeitraum um 2,48 Prozent wächst, wächst die Gruppe der Generation 60+ im Bezirk Kirchdorf um volle 35,76 Prozent. „Die demografische Entwicklung – und ihre Konsequenzen – in allen Lebensbereichen wird daher eine der ganz großen Herausforderungen der Politik der Zukunft sein, denn diese Entwicklung hat auf alle Lebensbereiche bedeutsame Auswirkungen“, so Josef Pühringer und Franz Ebner.

Nußbach und Schlierbach erfolgreich bei Neumitglieder-Werbung

Im vergangenen Jahr konnten seitens OÖ Seniorenbund im Bezirk Kirchdorf 178 Senioren geworben werden. Besonders erfolgreich waren dabei die Ortsgruppen Nußbach sowie Schlierbach, die 23 (Nußbach) beziehungsweise 20 (Schlierbach) Senioren von einer Mitgliedschaft überzeugen konnten. Damit zählt der OÖ Seniorenbund im Bezirk Kirchdorf per 31. Jänner 3.507 Mitglieder und trägt wesentlich zur Gesamtmitgliederzahl des OÖ Seniorenbundes von rund 75.863 bei. Dadurch hält der OÖ Seniorenbund die Position der größten Seniorenorganisation des Landes.

Jahresthema 2024: „Sicher leben in den besten Jahren“

Der Jahresschwerpunkt 2024 des OÖ Seniorenbunds bearbeitet die Themen „Schutz vor Kriminalität und Cyberkriminalität“, „Sicherheit im Straßenverkehr“ und „Sicherheit vor Unfällen in der Wohnumgebung“. Mit Blick auf den Jahresschwerpunkt wurde eine Sicherheitsbroschüre für Senioren erarbeitet, die genau diese drei Bereiche umfasst. Darin werden einerseits die Risiken für ältere Menschen in diesen Bereichen aufgezeigt und andererseits Tipps zur Prävention gegeben. Zusätzlich sind im Bezirk Kirchdorf etwa E-Bike-Trainings, Vorträge in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutzverband und Workshops zum Thema Sturzprävention geplant.


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