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Umbau des Pflichtschulzentrums Kirchdorf verzögert sich erneut: Container-Variante zu teuer

Susanne Winter, MA, 25.09.2024 17:06

KIRCHDORF AN DER KREMS. Eigentlich war die Sanierung des Pflichtschulzentrums Kirchdorf bereits auf Schiene. Schüler und Lehrer sollten in den Herbstferien in die Container siedeln. Nun heißt es, die Container-Variante sei zu teuer. Eine Kostenschätzung belief sich auf sechs Millionen Euro.

Das Pflichtschulzentrum ist sanierungsbedürftig. (Foto: Winter)
Das Pflichtschulzentrum ist sanierungsbedürftig. (Foto: Winter)

Schon lange ist die Sanierung des Pflichtschulzentrums Kirchdorf notwendig. Nun verzögert sich diese schon wieder. „In den vergangenen Monaten und Wochen fanden seitens Gemeinde diverse Termine bei der Bildungsdirektion und mit der LAWOG statt“, berichtet der geschäftsführende 1. Vizebürgermeister Stipo Luketina (SPÖ) bei der Gemeinderatsitzung am 24. September: „Es ist ein Angebot für die Container-Lösung eingelangt, das der Stadtgemeinde sechs Millionen Euro kosten würde. Deshalb bat die Bildungsdirektion, sich weitere Ansätze zu überlegen, nachdem die anvisierte Summe in den Vorbesprechungen bei zwei bis zweieinhalb Millionen Euro lag.“

Nun hat die LAWOG einen Lösungsansatz statt dem Container-Ausweichquartier ausgearbeitet. Architekt Richard Bründl präsentierte in der Gemeinderatssitzung die „Etappen-Lösung“, bei der keine zusätzlichen Container benötigt werden. Die Pflichtschule würde in vier Bauetappen innerhalb von rund vier Jahren saniert und umgebaut werden. Der Schulbetrieb läuft währenddessen weiter.

Südtrakt könnte nach zwei Jahren von der Mittelschule bezogen werden

Begonnen werden soll voraussichtlich Ende Juni 2025 mit dem Bauteil „Südtrakt 2 und 3“ (nahe Mayrhoferstraße) inklusive dem Turnsaal 2 über dem Hallenbad. Die Schüler werden währenddessen in den übrigen Bauteilen untergebracht. Die zweite Bauetappe betrifft den „Südtrakt 1“ mit der neuen Aula (nahe Parkstraße) und den Turnsaal 3. Auch der Schulhof wird zu dieser Zeit abgetragen und begradigt. Nach der zweiten Bauetappe, also nach insgesamt rund zwei Jahren Bauzeit, ziehen die Schüler der Mittelschule vom Mitteltrakt in ihre fertigen Klassen ein. Die dritte Bauetappe betrifft den Mitteltrakt, der in einem besseren Zustand ist, und den Verbindungstrakt mit dem Turnsaal 1.

Als vierte und letzte Bauetappe werden der „Nord-Trakt“ und der Verbindungstrakt zum Mitteltrakt umgebaut. Dieses Gebäude ist noch im besten Zustand. Wobei hier einige provisorische Maßnahmen nötig werden, um einen Unterricht ohne Container zu gewährleisten, so Bründl.

Weg für die „Etappen-Lösung“ geebnet

In der Gemeinderatssitzung wurde der Weg für die „Etappen-Lösung“ geebnet. So wurden die Beschlüsse vom 24.10.2023 hinsichtlich der Container-Lösung und vom 19.03.2024 hinsichtlich der Situierung der Container auf der Frohsinnwiese einstimmig aufgehoben. Der Antrag, dass der Umbau, die Sanierung, beziehungsweise der teilweise Neubau des Pflichtschulzentrums – entsprechend der Planung der Firma pora architekten zt gmbh, Sieger des Architekturwettbewerbs vom November 2019 – in vier Bauetappen umgesetzt wird, wurde einstimmig angenommen.

Der Hort soll überwiegend in das gemeindeeigene Gebäude „Treffpunkt“ ausgelagert werden. Der genehmigte Finanzierungsplan vom 11. August 2022 ist hinsichtlich der tatsächlichen Kosten nach den Ausschreibungen zu adaptieren.

Einem einstimmig angenommenen Zusatzantrag von Wolfgang Dilly (ÖVP) folgend, werden auch für die Container-Lösung weitere Angebote eingeholt.


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