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MOLLN. Die laufenden Testarbeiten an der Erkundungsbohrung Welchau-1 in Molln bestätigen das Potenzial von Leichtöl. Laut dem Unternehmen ADX Energy weist eine neu entnommene Probe dieselbe Dichte auf wie bereits zuvor aus einer tieferen Formation gewonnenes Leichtöl. Executive Chairman Ian Tchacos spricht von „sehr ermutigenden“ Ergebnissen. Diese deuteten auf ein potenziell bedeutendes Leichtölvorkommen sowie auf tiefer liegendes Gaskondensat hin.

 (Foto: tips)
(Foto: tips)

Nach Angaben des Unternehmens bestätigt die Probenanalyse die überarbeitete Strukturinterpretation: Demnach könnte sich das Leichtölvorkommen bis zu 500 Meter strukturhöher in westlicher Richtung innerhalb der Welchau-Antiklinale erstrecken. Hinweise auf biologischen Abbau fehlen, zudem wurde ein Überdrucksystem festgestellt – beides spricht für ein strukturell höher gelegenes Ölvorkommen.

Im Fokus der weiteren Arbeiten steht die 128 Meter mächtige Reifling-Formation. Sie ist die seichteste von insgesamt vier geklüfteten Karbonatlagerstätten, die im Frühjahr 2024 in der Bohrung Welchau-1 angetroffen wurden. Bisher wurde eine der drei priorisierten Lagerstätten getestet. Aufgrund vergleichsweise geringer Bohrtiefen und der Nähe zu bestehender Gasinfrastruktur sieht ADX grundsätzlich wirtschaftliches Potenzial für einen Onshore-Standort.

Hintergrund

Die Bohrung Welchau-1 stieß im März 2024 über einen rund 450 Meter langen Abschnitt auf Kohlenwasserstoffanzeigen in drei geklüfteten Karbonatlagerstätten.

Im Jänner 2025 wurden die Testarbeiten nach Einwänden von Umweltorganisationen gegen die Genehmigungen vorübergehend ausgesetzt.

Im September 2025 entschied das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich, dass ADX die Tests wieder aufnehmen darf. Seither werden Volumen, Druckverhältnisse und Fließeigenschaften geprüft, um die tatsächliche Förderbarkeit von Leichtöl und Gaskondensat zu bewerten.


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