Feichtau-Moor im Nationalpark Kalkalpen wird revitalisiert
MOLLN. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) setzen gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen Maßnahmen zur Revitalisierung des Feichtau-Moors. Das rund 0,5 Hektar große Hoch- und Übergangsmoor liegt auf etwa 1.350 Metern Seehöhe und zählt zu den seltenen Moorflächen im Nationalpark. Die vorläufigen geplanten Projektkosten belaufen sich auf 35.000 bis 40.000 Euro.

In der Vergangenheit hatten Beweidung und Entwässerungsmaßnahmen den Wasserhaushalt des Moors beeinträchtigt. Nun wurden bestehende Entwässerungsgräben erhoben und mit insgesamt rund 140 Laufmetern Spundwänden aus Lärchenholz verschlossen. Das Wasser soll dadurch künftig wieder im Moor gehalten werden. Pegelmessungen sollen die Entwicklung der Wasserstände dokumentieren.
Lebensraum für spezialisierte Arten
Moore sind wichtige Wasserspeicher und Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Mit der Wiedervernässung sollen insbesondere Torfmoose sowie die charakteristische Moorvegetation gestärkt werden. Auch Insekten, Amphibien, Reptilien und Vogelarten sollen von den verbesserten Bedingungen profitieren.
„Die Umsetzung einer Moor-Revitalisierung in einem Nationalpark ist eine besondere Herausforderung, da hier noch viel mehr als anderswo auf die beteiligten Stakeholder und vor allem auf die im Gebiet vorkommenden Schutzgüter – abseits der Moore – Rücksicht genommen werden muss“, sagt Projektleiter Xaver Wimmer vom Regionalen Naturraummanagement der Österreichischen Bundesforste.
Finanziell unterstützt wird das Projekt auch über eine Initiative der Statistik Austria: Teilnehmende an Umfragen können den Wert eines erhaltenen Gutscheins für Naturschutzprojekte auf Flächen der Bundesforste widmen.
Die ÖBf betreuen nach eigenen Angaben österreichweit mehr als 2.000 Hektar Moorflächen und haben bereits mehr als 50 Moorschutzprojekte umgesetzt.
Finanzierung und Förderungen
Für die Revitalisierung sind derzeit rund 35.000 bis 40.000 Euro eingeplant, wobei die endgültigen Projektkosten laut Bundesforsten noch nicht feststehen, da die Arbeiten weiterlaufen. Finanziert werden die Maßnahmen durch Mittel, die Teilnehmende von Statistik-Austria-Umfragen über den Wert ihrer Einkaufsgutscheine Moorschutzprojekten widmen können.
Ob die Wiedervernässung langfristig erfolgreich ist, wird anhand von Pegelmessungen kontrolliert: Die Wasserstände im Moor sollen mindestens einmal jährlich ausgelesen und ausgewertet werden.








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