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KIRCHHAM/GMUNDEN. Nach einer Wolfsichtung in Rüstdorf (Bezirk Vöcklabruck) und mehreren Wildtier-Rissen im Bezirk Kirchdorf, wurde in Kirchham – vermutlich – ein Wolf gefilmt. DNA-Analysen sollen nun Klarheit bringen.

Derzeit wird auf die Analyse der DNA-Proben gewartet. Symbolbild: Weihbold
Derzeit wird auf die Analyse der DNA-Proben gewartet. Symbolbild: Weihbold

Ein Video eines Kirchhamer Landwirts war in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien unterwegs. Darauf zu sehen: Ein Wolf oder wolfsähnlicher Hund, der in der Nähe des Güterwegs Mairhof in Kirchham durch die Wiese streicht. Ein auf Gemeindegebiet gerissenes Reh – und auch ein im Gmundner Ortsteil Unterm Stein gefundenes totes Schaf – werden derzeit auf DNA-Spuren hin untersucht.

Ein genaues Ergebnis wird laut Wolf-Dietrich Schlemper, dem Wolfsbeauftragten des Landes OÖ, erst in einigen Wochen feststehen. Die Bissspuren sollen zumindest auf einen Wolf hindeuten.Derzeit deutet jedenfalls einiges darauf hin, dass im Norden des Bezirks ein Wolf seine Runden zieht.

Bezirksjägermeister Johann Enichlmair warnt jedoch vor emotionalen Diskussionen – vor allem, so lange keine Fakten auf dem Tisch liegen. Wichtig sei, dass die Menschen vorsichtig sind, wenn ein freilaufender Hund, der auch ein Wolf sein könnte, keine Scheu zeige, so Enichlmair. Grundsätzlich sind Wölfe ganzjährig geschont, ein Abschuss ist nur auf direkte Anweisung der Landesregierung möglich. Voraussetzung ist eine Gefährdung von Haustieren oder große Schäden in der Landwirtschaft, die von dem Tier ausgehen.


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