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KIRCHHAM/ST. KONRAD. Unter dem Motto „Mein Kaufmann vor Ort“ stellen Tips und der oberösterreichische Lebensmittelhandel die Leistungen der Nahversorger in den Mittelpunkt.

Sabine Reithmeier hat sich vor zwei Jahren als Kauffrau selbstständig gemacht, nun übernimmt sie zusätzlich das Lebensmittelgeschäft Bammer in St. Konrad.

In Zeiten, in denen immer wieder Gemeinden der Nahversorger abhanden kommt, hat Sabine Reith­meier den gegenteiligen Weg eingeschlagen: Die junge St. Konraderin eröffnete vor zwei Jahren auf knapp 130 Quadratmetern einen Lebensmittelhandel „mit Vollsortiment“, wie sie betont.

Bald zweiter Standort in St. Konrad

Ihr Einsatz hat sich ausgezahlt: In Kürze möchte sie in ihrer Heimatgemeinde St. Konrad, das seit einigen Wochen ohne Kaufmann dasteht, einen zweiten Standort eröffnen.

Einsatz für die Kunden

Die Selbstständigkeit hat die junge Frau immer schon gereizt, und als Kirchham vor zwei Jahren auf der Suche nach einem Nahversorger war, packte sie die Gelegenheit beim Schopf. Mit Hilfsbereitschaft, einem persönlichem Zugang zu den Kunden und viel Service habe sie sich einen guten Ruf geschaffen, so Reithmeier: „Ich besorge die Produkte, wenn jemand etwas Bestimmtes braucht und helfe den Kunden auch, wenn jemand zum Beispiel nicht mehr so gut zu Fuß ist.“

Besonders viel los ist in der Mittagszeit, wenn die „Jausengäste“ kommen, die vor allem die warmen Pizzaschnitten und die täglich wechselnden Leberkäsesorten anlocken. Ihre eigene Mittagspause hat die Geschäftsfrau, die täglich auf zwölf bis 14 Stunden Arbeit kommt, daher auf den frühen Nachmittag verlegt. 

Plädoyer für die Nahversorger

Eines liegt der engagierten Neo-Kauffrau besonders am Herzen: „Man sollte die Nahversorger schätzen, immerhin arbeiten sie auf eigenes Risiko und stecken ihr eigenes Kapital in das Unternehmen.“


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